Archiv der Kategorie: Medizinhistorische Bestände der Ub MedUni Wien

Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [372]: Schüller, Hugo – Urologe, Vorstand der urologischen Abteilung am Kaiser Franz Joseph-Ambulatorium, NS-Verfolgter

Schüller, Hugo – Urologe, Vorstand der urologischen Abteilung am Kaiser Franz Joseph-Ambulatorium, NS-Verfolgter

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 17.06.2026

Keywords: Urologe Rothschild-Spital, Kaiser Franz Joseph-Ambulatorium, Medizingeschichte, Wien, NS-Verfolgter

Hugo Schüller wurde am 5. September 1875 als Sohn von Siegmund Schüller (1840-1911) und Emma (1847-1934), geborene Kohn, in Brünn in Mähren (heute Brno/Tschechien) geboren. Seit 1904 war er in erster Ehe mit Lili Fanto (1883-1984) verheiratet, mit der er die Kinder Herbert Hugo (1905-2003) und Georg (1909-2005) hatte. Nach der Scheidung im Jahr 1918 heiratete er 1924 in zweiter Ehe Marie Schiff (1888-1971).

Nach der Matura im Jahr 1893 studierte er an der Universität Wien Medizin und promovierte am 24. Juli 1899 zum Doktor der gesamten Heilkunde.

Rothschild-Spital

Anschließend absolvierte er seine weitere Ausbildung an der chirurgischen Abteilung des Rothschild-Spitals, wo er 1902 zum Sekundararzt bei dem Urologen und Chirurgen Otto Zuckerkandl (1861-1921) bestellt wurde.[1] Hier veröffentlichte er 1904 die Arbeit „Beitrag zur Lehre von den Blutungen aus anscheinend unveränderten Nieren“ sowie 1905 „Kasuistisches zur Frage der sogenannten essentiellen Nierenblutung“.[2] Im selben Jahr verließ er das Rotschildspital und ließ sich als Facharzt für Urologie in Wien 9, Schwarzspanierstraße 15, nieder.[3]

Kaiser Franz Joseph-Ambulatorium

1907 wechselte Hugo Schüller an das Kaiser Franz Joseph-Ambulatorium, wo er bis 1938 als Abteilungsvorstand die II. Urologische Abteilung leitete.[4] Seine wissenschaftliche Tätigkeit konzentrierte sich unter anderem auf den Einsatz der Radiumtherapie bei urologischen Erkrankungen. In diesem Zusammenhang publizierte er 1913 gemeinsam mit Wilhelm Latzko (1863-1945) am Bettina-Stiftungspavillon „Zur Radiumbehandlung des Krebses“ und zusammen mit Egon Ranzi (1875-1939) an der I. Chirurgischen Klinik des Allgemeinen Krankenhauses in Wien die Studie „Erfahrungen über Radiumbehandlung der malignen Tumoren“. Im selben Jahr nahm er am Internationalen medizinischen Kongress in London teil.[5]

Während des Ersten Weltkrieges diente Schüller als Landsturmassistenzarzt. 1916 erhielt er das Goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen.[6] Darüber hinaus erfolgte seine Ernennung zum Landsturm-Oberarzt;[7] und war am Garnisonsspital Nr. 18 tätig.

1924 veröffentlichte er die Arbeit „Zur Kasuistik der lordotischen Albuminurie“.[8]

Seit 1906 war Schüller Mitglied der Gesellschaft für innere Medizin und Kinderheilkunde in Wien[9] sowie der Wiener urologischen Gesellschaft.

Vor dem Ersten Weltkrieg engagierte er sich politisch für die liberale Fortschrittspartei und gehörte dem Wahlkomitee fortschrittlicher Bürger des 2. Wiener Gemeindebezirkes an.[10]

Hugo Schüller war jüdischer Herkunft und flüchtete nach dem „Anschluss“ im März 1938 aufgrund der Verfolgung durch die Nationalsozialisten nach London und emigrierte 1939 gemeinsam mit seiner Ehefrau in die USA, wo er 1941 die US-Staatsbürgerschaft erhielt.

New York, U.S. District and Circuit Court Naturalization Records, 1824-1991, Hugo Schuller, Maria, 1941.

Schüller verstarb am 8. April 1969 in Washington DC, USA.

Quellen:

UAW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 134-0490, Schüller Hugo (Nationalien Datum: 1894/95).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 195-363b, Schüller Hugo (Rigorosum Datum: 19.7.1899).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 189-0285, Schüller Hugo (Promotion Datum: 24.7.1899).

ÖStA, AdR, E-uReang, VVSt., VA, 9658, Schüller Hugo.

New York, U.S. District and Circuit Court Naturalization Records, 1824-1991, Hugo Schuller, Maria, 1941.

United States, Social Security Death Index, Hugo Schueller, Apr 1969, (= citing U.S. Social Security Administration, Death Master File, database (Alexandria, Virginia: National Technical Information Service, ongoing).

Literatur:

Schüller, Hugo: Beitrag zur Lehre von den Blutungen aus anscheinend unveränderten Nieren. Aus der chirurgischen Abteilung des Rothschild-Spitales in Wien (Primararzt Doz. Dr. Zuckerkandl). Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien, Leipzig: Wilhelm Braumüller k.u.k. Hof- und Universitäts-Buchhändler 1904.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Latzko, Wilhelm und Hugo Schüller: Zur Radiumbehandlung des Krebses. Aus dem Bettina-Stiftungspavillon (Vorstand: Professor W. Latzko). Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien: Wilhelm Braumüller k.u.k. Hof- und Universitäts-Buchhändler 1913.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Ranzi, Egon, Schüller, Hugo und R. Sparmann: Erfahrungen über Radiumbehandlung der malignen Tumoren. Aus der I. chirurg. Universitätsklinik in Wien (Vorstand: Freiherr v. Eiselsberg). Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien, Leipzig: Wilhelm Braumüller k.u.k. Hof- und Universitäts-Buchhändler 1913.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

[1] Die Neuzeit, 18.4.1902, S. 165.

[2] Wiener klinische Rundschau, Nr. 13, 1905, S. 217-220.

[3] Wiener klinische Rundschau, Nr. 15, 1905, S. 268.

[4] Neues Wiener Tagblatt (Tagesausgabe), 30.11.1907, S. 4.

[5] Neue Freie Presse, 31.7.1913, S. 8.

[6] Der Militärarzt, Nr. 10, 1916, Sp. 199.

[7] Der Militärarzt, Nr. 22, 1916, Sp. 536.

[8] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 47, 1924, Sp. 2514-2515.

[9] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 11, 1906, Sp. 522.

[10] Neues Wiener Tagblatt (Tagesausgabe), 13.2.1910, S. 6.

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Letzte Aktualisierung: 2026.06.17

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [371]: Saxl, Paul – Internist, Professor an der I. medizinischen Klinik im Allgemeinen Krankenhaus in Wien

Saxl, Paul – Internist, Professor an der I. medizinischen Klinik im Allgemeinen Krankenhaus in Wien

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 15.06.2026

Keywords: Internist, I. medizinischen Klinik, Allgemeinen Krankenhaus, Medizingeschichte, Wien

Paul Saxl wurde am 2. November 1880 in Wien als Sohn des Kaufmannes Wilhelm Saxl (1845-1925) und Irma Saxl (1856-1920), geborene Falk, geboren. Seit 1910 war er mit der akademischen Malerin und Frauenrechtsaktivistin Marianne Deutsch (1885-ermordet 1942 Maly Trostinec) verheiratet, mit der er zwei Kinder hatte.

Nach der Matura am Maximiliangymnasium in Wien im Jahr 1899,[1] studierte Saxl seit dem Wintersemester 1899/1900 an der Universität Wien Medizin und promovierte am 18. Mai 1905 zum Doktor der gesamten Heilkunde.

Als Student gehörter er 1901 zu den Mitunterzeichnern eines Aufrufes zu einer „Sympathiekundgebung“ für russische Studenten. Anlass waren Proteste an der Universität in St. Petersburg gegen die disziplinären Maßnahmen, staatliche Repressionen und die Einschränkung der akademischen Freiheiten, deren unmittelbarer Auslöser die Zwangsrekrutierung von Studenten zum Militärdienst gewesen war. Zu den Mitunterzeichnern zählten unter anderem Max Adler (1873-1937), die spätere Medizinerin Margarete Hilferding-Hönigsberg (1871-1942), der damalige Medizinstudent und spätere Ökonom Rudolf Hilferding (1877-1941) sowie der Pädagoge und Psychologe Carl Furtmüller (1880-1951).[2]

Bereits während seines Studiums arbeitete Saxl seit 1903 an der I. medizinischen Klinik bei Professor Hermann Nothnagel (1841-1905). Gemeinsam mit Albert Müller-Deham (1881-1971) veröffentlichte er die Arbeiten „Über die Chlorausscheidung im Harn und ihre Beziehungen zur Verdauung“ sowie 1905 „Die Chlorausscheidung im Harn und ihre Beziehungen zu den Verdauungsvorgängen“. Nach seiner Promotion war er zunächst als Volontär und anschließend als Aspirant tätig; 1911 wurde er Assistent von Professor Carl von Noorden (1858-1944). Im Jahr 1912 übernahm er die Leitung einer Krankenabteilung der Klinik.

In diesen Jahren erschienen von Saxl mehrere wissenschaftliche Arbeiten. Gemeinsam mit Albert Müller-Deham publizierte er 1908 die Studie „Ueber den Vorgang der Magenfüllung. Zugleich ein Beitrag zur Kenntnis vom Wesen der Atonie“. 1910 veröffentlichte er zusammen mit Fritz Falk und Hugo Salomon (1872-1954) die Arbeit „Ueber vermehrte Ausscheidung von Polypeptiden im Harne Krebskranker[3] sowie mit Salomon „Harnbefund bei Carcinometösen: zugleich ein Beitrag zur Kenntnis der Oxyproteinsäureausscheidung beim Menschen“. Ebenfalls 1910 gab er gemeinsam Karl Rubinger die Monografie „Biologie des Menschen. Aus den wissenschaftlichen Ergebnissen der Medizin für weitere Kreise dargestellt“ heraus.[4]

1912 erschien seine Arbeit „Über die Störungen im Eiweißstoffwechsel Krebskranker“.[5] Saxl blieb unter den Nachfolgern Noordens, Karel Frederik Wenckebach (1864-1949) und Otto Porges (1879-1967), an der I. medizinischen Klinik im Allgemeinen Krankenhaus in Wien tätig. Nach seiner Habilitation für Innere Medizin im Jahre 1918[6] wirkte er dort als Privatdozent; 1929 erfolgte seine Ernennung zum außerordentlichen Professor[7].

Zwischen 1905 und 1908 führte Saxl am Chemischen Laboratorium des Physiologischen Instituts bei Otto Fürth (1867-1938) Untersuchungen durch, die in den Arbeiten „Über die Mengenverhältnisse der Muskeleiweißkörper unter physiologischen und pathologischen Bedingungen“ (1906) und „Über die Beziehungen der Autolyse zur Zellverfettung“ (1907) ihren Niederschlag fanden.

Militärdienst und Teilnahme am Ersten Weltkrieg

Nachdem Saxl seinen Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger absolviert hatte, erfolgte 1905 seine Ernennung zum Assistenzarzt-Stellvertreter,[8] 1910 zum Assistenzarzt der Reserve,[9] und 1913 zum Oberarzt.[10] Während des Ersten Weltkrieges war er zunächst Leiter des k.k. Militär-Rekonvaleszentenheims in Piesting-Wöllersdorf,[11] wo er Ende 1914 zum Regimentsarzt ernannt wurde.[12] 1915 veröffentlichte er hier „Über das Vorkommen und den Nachweis von Pepsin im Blutserum“.[13] Ab 1916 war Saxl im Reservespital Bruck-Kiralihyda tätig; hier erschienen von ihm „Über die Einwirkung pyrogener Substanzen auf Fieber, besonders bei Typhus abdominalis[14] und „Physostigmin als Expektorans“,[15] sowie 1917 „Über die keimtötende Fernwirkung von Metallen und Metallsalzen[16] und „Über den Skorbut und seine Beziehungen zu den hämorrhagischen Diathesen“.[17]

Nach dem Ersten Weltkrieg erschienen von Saxl an der I. medizinischen Klinik zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten. Darunter 1920 „Ueber die Periodizität der Erscheinungen beim Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür“, 1921 gemeinsam mit dem Medizinstudenten Robert Heilig „Über die Novasuroldiurese[18] und 1923 „Über die therapeutische Verwendung einiger Metallsalzemulsionen“.[19] 1924 veröffentlichte Saxl „Die oligodynamische Wirkung der Metalle und Metallsalze“ und „Ueber perorale antiluetische Therapie mit Kalomelsuspension (Kalomel-Metem), 1925 „Ueber die Behandlung des chronischen Magenkatarrhs“ sowie gemeinsam mit Alexander Kelen (1898-1975) die Studie „Die Trypsinflockungsreaktion im Serum in ihrer biologischen Bedeutung“.[20] Ebenfalls 1925 publizierte er noch „Letale Quecksilberintoxikation nach einmaliger Novasurolinjektion“ und 1926 „Über Stauungserscheinungen im Abdomen und ihre Behandlung[21] und die Monografie „Fortschritte und Probleme in der Therapie innerer Krankheiten“.

Eine Reihe von Publikationen verfasste Saxl gemeinsam mit Ferdinand Donath, darunter 1925 „Ueber erfolgreiche Schutzwirkung von „chemisch-therapeutischen“ Substanzen gegen Infektionskrankheiten (im Tierversuch)“ und „Eine Funktionsprüfung der Abfangorgane des reticulo-endothelialen Systems“, 1926 „Klinische, experimentelle und pharmakologische Studien über die Abfangfunktion des Retikulo-Endothelialen System“, 1927 „Die therapeutische Beeinflussung des retikulo-endothelialen Systems[22] und 1929 „Die septischen Erkrankungen in der inneren Medizin“ sowie „Über Salyrganwirkung und Leberfunktion (Beobachtungen an Fällen von Leberzirrhose“.[23] 1930 erschien von ihm „Fortschritte der Diuresetheraphie[24] und 1931 noch „Das Sepsisproblem“.[25]

Saxl engagierte sich als Referent vor dem Ersten Weltkrieg im Rahmen des Programms der Ferialkurse an der Medizinischen Fakultät,[26] sowie nach dem Krieg in den Fortbildungskursen der Medizinischen Fakultät.

Saxl Paul: Wiener Bilder, 20.3.1932, S. 4.

Saxl war Mitglied der Gesellschaft für innere Medizin und Kinderheilkunde in Wien sowie der Gesellschaft der Ärzte in Wien. Als Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SDAP) trat er bereits vor dem Ersten Weltkrieg als Referent im sozialdemokratischen Bildungs- und Organisationswesen hervor. Dabei hielt er Vorträge zu medizinischen und naturwissenschaftlichen Themen wie „Bau und Funktionen des menschlichen Organismus“,[27] aber auch zu weltanschaulichen Fragen, darunter „Moderne Weltanschauung“[28] und „Darwin und seine Lehren“.[29]

Paul Saxl verstarb am 13. März 1932 auf der Rax in Niederösterreich.

Seine Ehefrau Marianne Saxl-Deutsch wurde aufgrund ihrer jüdischen Herkunft nach dem „Anschluss“ im März 1938 von den Nationalsozialisten verfolgt und am 26. Mai 1942 im Vernichtungslager Maly Trostinec bei Minsk ermordet. Den beiden Kindern des Ehepaares gelang die Flucht nach England.

Saxl Paul: Todesanzeige, Neue Freie Presse, 16.3.1932, S. 17.

Quellen:

Matriken der IKG Wien, Geburtsbuch, 1880, Saxl Paul.

UAW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 134-0577, Saxl Paul (Nationalien Datum: 1902/03).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 195-345b, Saxl Paul (Rigorosum Datum: 12.5.1905).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 190-0212, Saxl Paul (Promotion Datum: 18.5.1905).

Literatur:

Müller, Albert und Paul Saxl: Über die Chlorausscheidung im Harn und ihre Beziehungen zur Verdauung. Sonderdruck aus: Zentralblatt für Physiologie. Wien: Im Selbstverlage 1903.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Müller, Albert und Paul Saxl: Die Chlorausscheidung im Harn und ihre Beziehungen zu den Verdaungsvorgängen. Aus der I. medicinischen Klinik (Hofrath Nothnagel) in Wien. Sonderdruck aus: Zeitschrift für klinische Medicin. Berlin: Druck von L. Schumacher 1905.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Müller, Albert und Paul Saxl: Ueber den Vorgang der Magenfüllung. Zugleich ein Beitrag zur Kenntnis vom Wesen der Atonie. Sonderdruck. Wien: Wilhelm Braumüller k.u.k. Hof- und Universitäts-Buchhändler 1908.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Salomon, Hugo und Paul Saxl: Harnbefund bei Carcinometösen. Zugleich ein Beitrag zur Kenntnis der Oxyproteinsäureausscheidung beim Menschen. Die Temperaturherabsetzende Wirkung von Gewebspreßsäften und Lipoiden. (= Beiträge zur Carcinomforschung). Berlin: Urban & Schwarzenberg 1910.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 64734/2]

Saxl, Paul: Über die Mengenverhältnisse der Muskeleiweißkörper unter physiologischen und pathologischen Bedingungen. Zugleich ein Beitrag zur Totenstarre. Ausgeführt unter Leitung des Privatdozenten Dr. Otto v. Fürth, Assistenten am k.k. physiologischen Institut der Universität Wien. Sonderdruck aus: Beiträge zur chemischen Physiologie und Pathologie. Zeitschrift für die gesamte Biochemie. Braunschweig: Druck von Friedrich Vieweg und Sohn 1906.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Saxl, Paul: Über die Beziehungen der Autolyse zur Zellverfettung Ausgeführt unter Leitung des a.O. Professor Dr. O. v. Fürth im physiologischen Institut der Wiener Universität. Sonderdruck aus: Beiträge zur chemischen Physiologie und Pathologie. Braunschweig: Druck und Verlag von Vieweg und Sohn 1907.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Brunn, F., Saxl, Paul und K. Hitzenberger: Ueber die Periodizität der Erscheinungen beim Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür. Aus der I. medizinischen Klinik in Wien (Vorstand: Prof. K.F. Wenckebach). Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien: Wilhelm Braumüller k.k. Universitäts- Verlagsbuchhandlung 1920.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Saxl, Paul: Die oligodynamische Wirkung der Metalle und Metallsalze. (= Abhandlungen aus dem Gebiet der Medizin) Wien: Springer 1924.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Gesellschaft der Ärzte Bibliothek, Sign.: GÄ-21162]

Saxl, Paul: Ueber perorale antiluetische Therapie mit Kalomelsuspension (Kalomel-Metem). Aus der I. medizinischen Klinik in Wien (Vorstand: Prof. K.F. Wenckebach). Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien: Buchdruckerei Bruno Bartelt 1924.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Saxl, Paul: Ueber die Behandlung des chronischen Magenkatarrhs. Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien: Druck von Bruno Bartelt 1925.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Saxl, Paul: Letale Quecksilberintoxikation nach einmaliger Novasurolinjektion. Bemerkungen zu dem Aufsatze in Nr.13 von Dr. Fritz Redlich. Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien: Buchdruckerei Bruno Bartelt 1925.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Saxl, Paul: Fortschritte und Probleme in der Therapie innerer Krankheiten. Wien: Springer 1926.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Gesellschaft der Ärzte Bibliothek, Sign.: GÄ-21697]

Saxl, Paul, Donath, Ferdinand und Endre Kelen: Ueber erfolgreiche Schutzwirkung von „chemisch-therapeutischen“ Substanzen gegen Infektionskrankheiten (im Tierversuch). Aus der I. medizinischen Universitätsklinik in Wien (Vorstand: Prof. K.F. Wenckbach). Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien: Buchdruckerei Bruno Bartelt 1925.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Saxl, Paul und Ferdinand Donath: Eine Funktionsprüfung der Abfangorgane des reticulo-endothelialen Systems. Aus der I. mediz. Universitätsklinik in Wien (Vorstand. Prof. K. Wenckebach). Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien: Buchdruckerei Bruno Bartelt 1925.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Donath, Ferdinand und Paul Saxl: Die septischen Erkrankungen in der inneren Medizin. (= Abhandlungen aus dem Gesamtgebiet der Medizin). Wien: Springer 1929.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Gesellschaft der Ärzte Bibliothek, Sign.: GÄ-21161]

[1] Jahresbericht des k.k. Maximiliangymnasium in Wien, Wien 1900, S. 44.

[2] Illustriertes Wiener Tagblatt, 25.4.1901, S. 7.

[3] Medizinische Klinik, Nr. 13, 1910, S. 510.

[4] Saxl Paul, Rubinger Carl, Hess Leo, Heinrich Joseph: Biologie des Menschen. Berlin 1910.

[5] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 28, 1913, Sp. 1730-1731.

[6] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 7, 1918, Sp. 322.

[7] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 23, 1929, Sp. 763.

[8] Die Zeit, 24.9.1905, S. 5.

[9] Neue Freie Presse, 19.4.1910, S. 24.

[10] Allgemeine Wiener medizinische Zeitung, 5.11.1912, S. 492.

[11] Neue Freie Presse, 20.11.1914, S. 1.

[12] Wiener Zeitung, 6.12.1914, S. 9.

[13] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 10, 1915, Sp. 458-459.

[14] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 3, 1916, Sp. 115-120.

[15] Medizinische Klinik, Nr. 25, 1916, S. 672.

[16] Medizinische Klinik, Nr. 28, 1917, S. 764-765.

[17] Medizinische Klinik, Nr. 37, 1917, S. 986-988.

[18] Wiener Archiv für innere Medizin; Teil 2, 1921, S. 141-152.

[19] Medizinische Klinik, Nr. 2, 1923, S. 59-61.

[20] Wiener Archiv für innere Medizin, Teil 2, 1925, S. 549-560.

[21] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 34, 1926, S. 1012-1014.

[22] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 26, 1927, S. 865-867.

[23] Wiener Archiv für innere Medizin, Teil 2, 1929, S. 597-402.

[24] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 9, 1930, S. 293-295.

[25] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 9, 1931, S. 286-289.

[26] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 34, 1912, Sp. 2279.

[27] Arbeiter-Zeitung, 7.2.1904, S. 11.

[28] Arbeiter-Zeitung, 20.1.1907, S. 11.

[29] Arbeiter-Zeitung, 26.1.1908, S. 13.

Normdaten (Person):  : BBL; GND:

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BBL:  49501 (15.06.2026)
URL:  https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=49501

Letzte Aktualisierung: 2026.06.15

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [370]: Lerch, Alexander – Primararzt an der Krankenanstalt der Barmherzigen Brüder, Wiener Gemeinderat

Lerch, Alexander – Primararzt an der Krankenanstalt der Barmherzigen Brüder, Wiener Gemeinderat

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 01.06.2026

Keywords: Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, Medizingeschichte, Wien

Alexander Lerch wurde am 17. September 1842 als Sohn von Genofeva (-1873) Lerch, geborene Hauer, und des Mediziners Johann Alexander Lerch (1813-1897) in Wien geboren. Sein Vater wirkte zunächst als Armenarzt in Wien, nahm an der Revolution 1848 teil, arbeitete später als Ordinarius am Spital der Barmherzigen Brüder in Wien und stand der Medizinischen Fakultät der Universität Wien von 1847 bis 1849 als Dekan vor. Darüber hinaus gehörte er zwischen 1863 und 1866 sowie erneut zwischen 1879 und 1887 als Mitglied der liberalen Mittelpartei dem Wiener Gemeinderat an. Im Jahr 1877 veröffentlichte er die „Mittheilungen aus dem Spitale der barmherzigen Brüder in Wien“. Seit 1868 war Lerch mit Karolina Cäcilia Theresia Kutschera (1845) verheiratet.

Nachdem Lerch 1860 am Schottengymnasium in Wien maturiert hatte,[1] studierte er an der Universität Wien Medizin. Am 27. März 1866 promovierte er zum Doktor der Medizin und Magister der Gynäkologie, am 12. April 1867 zum Doktor der Chirurgie. Ebenfalls 1866 wurde er in das Medizinische Doktoren-Kollegium aufgenommen.[2] In der Folge arbeitete als Arzt im Zweiten Wiener Bezirk Leopoldstadt, wo er in der Karmelitergasse 12 ordinierte und wohnhaft war.

Darüber hinaus war Lerch als Chefarzt der seit 1867 bestehenden Donauregulierungskommission tätig. In dieser Funktion war er für die Erstellung und Überwachung der sanitären Reglements verantwortlich, die für die beim Donauausbau eingesetzten tausenden Wanderarbeiter aus den Kronländern der Monarchie galten.

Leiter des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder und Ordinarius der medizinischen Abteilung

Von 1888 bis 1913 war Lerch – wie zuvor sein Vater – Ordinarius am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in der Leopoldstadt und hatte zugleich die Leitung des Spitals inne. Bereits seit 1866 war er dort als Sekundararzt tätig, beziehungsweise übernahm er die Vertretung seines Vaters.[3] Im Jahr 1894 veröffentlichte er hier die Arbeit „Ein Fall von Milzbrand“.[4] Seine Tätigkeit im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder fiel in eine wichtige Ausbauphase des Hauses, gerade in den 1880er und 1890er Jahren wurde das Krankenhaus erheblich erweitert und modernisiert.

Mitglied des Wiener Gemeinderates und Mitbegründer des Wiener Fortschrittsklubs

1887, ein Jahr vor dem Ausscheiden seines Vaters aus dem Wiener Gemeinderat, kandidierte Lerch für den von ihm mitbegründeten liberalen Fortschrittsklub und gehörte dem Wiener Gemeinderat bis September 1895 an. Ein Schwerpunkt seiner politischen Arbeit lag im Bildungswesen. Er war Mitglied des Bezirks- und Landesschulrates für die Stadt Wien.[5] Neben seiner Tätigkeit im Gemeinderat fungierte er als Obmann-Stellvertreter des Fortschrittsklubs im Zweiten Bezirk, der in den 1880er Jahren zum liberalen Vereinsmilieu Wiens gehörte und eng mit den Bildungs- und Kommunalreformen verbunden war.[6]

Darüber hinaus engagierte sich Lerch in zahlreichen sozialen und karitativen Einrichtungen. Er wirkte im Wiener Frauenheim,[7] war Gründer und Obmann der Sektion Leopoldstadt des Vereins gegen Verarmung und Bettelei, mehr als dreißig Jahre lang Obmann im Leopoldstädter Humanitätsverein sowie seit spätestens 1879 Vorstandsmitglied des Leopoldstädter Frauen-Wohltätigkeits-Verein.[8] Zudem war er in den 1880er Jahren im Deutschen Schulverein vertreten und gehörte dem Ortschulrat der Leopoldstadt an. Im Jahr 1885 hielt er vor dem Lehrerverein des Bezirkes einen Vortrag den er unter dem Titel „Ueber die Stellung des Lehrers“ veröffentlichte. 1896 wurde er zum k.k. niederösterreichischen Landesschulrat gewählt.[9]

Lerch wirkt außerdem in zahlreichen ärztlichen Interessensvertretungen mit, darunter als Vizepräsident des Witwen- und Waisen-Unterstützungs-Instituts des Österreichischen Ärzteverbandes sowie zeitweilig als Obmann des Ärztlichen Vereins im Zweiten Wiener Bezirk. Dort hielt er 1881 einen Vortrag, der im selben Jahr unter dem Titel „Der Mutterhals als Geburtshinderniss“ publiziert wurde. 1896 erfolgte seine Wahl zum Vorsitzenden des Centralkomités der ärztlichen Bezirksvereine Wiens.[10] 1882 hatte er vor dem Fortschritts-Club einen Vortrag gehalten, der im Selbstverlag unter dem Titel „Ueber die sanitären Verhältnisse des II. Bezirkes“ erschien. Darin setzte er sich mit den Folgen des rasanten Bevölkerungswachstums sowie der hygienisch problematischen Verbauung der Leopoldstadt nach der Donauregulierung auseinander.

Alexander Lerch verstarb verarmt am 9. Juni 1921 in Wien.

Lerch Alexander, Todesanzeige; Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), 10.6.1921, S. 12.

Quellen:

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 170-149r, Lerch Alexander (Rigorosum Datum: 1865).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 182-42, Lerch Alexander (Promotion Datum: 27.3.1866).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 182-107, Lerch Alexander (Promotion Datum: 12.4.1867).

Matriken der Erzdiözese Wien, 01, Dom- und Metropolitan-Pfarre St. Stephan, Trauungsbuch, 02-090, Folio 261, 22.11.1868, Lerch Alexander Johann, Kutschera Karolina Cäcilia Theresia.

Matriken der Erzdiözese Wien, 02, St. Leopold, 1842, Taufbuch, 01-26c, Folio 309, Lerch Alexander Johann.

Literatur:

Lerch, Alexander: Mitteilungen aus dem Spitale der Barmherzigen Brüder in Wien. Wien: Braumüller 1877.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 1302]

Lerch, Alexander: Der Mutterhals als Geburtshinderniss. Vortrag gehalten im ärztlichen Vereine des II. Bezirkes in Wien. Sonderdruck aus: Medicinisch-chirurgisches Central-Blatt. Wien: Druck und Verlag von Chr. L. Praetorius 1881.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

[1] Jahresbericht Schottengymnasium Wien, Wien 1861, S. 81.

[2] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 64, 1866, Sp. 1029.

[3] Mittheilungen aus dem Spitale der Barmherzigen Brüder in Wien, Wien 1877, S. 7

[4] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 65, 1894, Sp. 1916-1918.

[5] Verwaltungsbericht der Reichshaupt- und Residenzstadt Wien, Wien 1887, S. 18.

[6] Neue Freie Presse, 31.7.1880, S. 2.

[7] Jahresbericht des Vereines ‚Wiener Frauenheim‘, Wien 1897, S. 24

[8] Neue Freie Presse, 31.12.1879, S. 5.

[9] Wiener Kommunal-Kalender und städtisches Jahrbuch, Wien 1896, S. 435.

[10] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 11, 1896, Sp. 468.

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [369]: Foges, Arthur – Privatdozent für Gynäkologie

Foges, Arthur – Privatdozent für Gynäkologie

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 01.06.2026

Keywords: Gynäkologe, Medizingeschichte, Wien

Arthur (Artur) Foges wurde am 29. Oktober 1868 als Sohn des Knopffabrikanten Josef Foges (1828-1881) und Lucie (Louise) (1834-1889), geborene Flekeles, in Prag geboren. Seit 1897 war er mit Helene Kuffler (1873-1950) verheiratet, mit der er die Kinder Georg (1898-1960), Walter Arthur (1900-1970) und Wolfgang (1910-1986) hatte.

Forges legte 1887 die Matura am Josefstädter Obergymnasium in Wien ab[1] und begann anschließend das Studium der Medizin an der Universität Wien, das er am 24. Juni 1893 mit der Promotion zum Doktor der gesamten Heilkunde abschloss. Seinen Militärdienst beendete er im Mai 1894 als Reserve-Assistenzarzt-Stellvertreter.[2]

Rudolfinerhaus

Danach war Foges bis zu seinem Tod im Jahr 1920 am Rudolfinerhaus in Wien-Döbling tätig. In dieser Zeit veröffentlichte er zahlreiche wissenschaftlichen Arbeiten, darunter 1895 „Tetanus – Antitoxinbehandlung (nach Tizzoni) – Oesophagotomie – Tod“,[3] 1896 „Casuistische Beiträge zur Klinik der Appendicitis simplex“, sowie „Schwangerschaftshypertrophie der Mamae und Nebenmammae“.

1910 erschien sein „Atlas der rectalen Endoskopie“; im selben Jahr erhielt er den Titel eines Privatdozenten für Geburtshilfe und Gynäkologie.[4] Zahlreiche weitere Arbeiten von Foges befinden sich heute in den Beständen der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin, darunter die 1906 publizierte Monografie „Physikalische Therapie der Erkrankungen der weiblichen Sexualorgane“.

Neben seiner Tätigkeit am Rudolfinerhaus führte Foges eine private Arztpraxis zunächst in Wien 14, Schönbrunner Straße 63, danach in Wien 8, Wickenburggasse 3, ab 1895 in Wien 9, Rossauer Lände 43 und schließlich ab 1897 in Wien 9, Schlickplatz 4.

Während des Ersten Weltkrieges war er im Vereins-Reservespital Nr. 3, am Standort des Rudolfinerhauses tätig.

Seit 1898 war Foges Mitglied der Gesellschaft der Ärzte in Wien,[5] des Vereins der Ärzte im 9. Bezirk, sowie des 1907 von Hugo Klein (1863-1937) gegründeten Österreichischen Bundes für Mutterschutz, dem unter anderem auch der Professor für Kinder- und Jugendheilkunde Josef Karl Friedjung (1871-1946), Sigmund Freud (1856-1939), Rosa Mayreder (1858-1938), Julius Ofner (1845-1924) und Marianne Hainisch (1839-1936) angehörten.

1907 zählte er zum Kreis der Mitunterzeichner eines Aufrufes zur Gründung einer Gesellschaft zur Bekämpfung der Tuberkulose.[6]

Volksbildner im Wiener Volksbildungsverein

Foges engagierte sich darüber hinaus im Wiener Volksbildungsverein, in dem er als Vorstandsmitglied tätig war, Vorträge hielt und den Lesehallenfonds des Vereins unterstützte. 1914 verfasste er einen Nachruf auf den Philosophen und Leiter des Wiener Volksbildungsvereines Friedrich Jodl (1849-1914).[7]

Zudem war Foges Mitglied des Wiener Photo-Klubs und nahm gemeinsam mit dem Dermatologen Eduard Schiff (1849-1913) im Jahr 1905 an dessen Ausstellung im Bereich „Photographie als Wissenschaft“ teil.[8]

Auch im Unterstützungsverein für Hebammen engagierte sich Foges und hielt dort regelmäßig Vorträge. 1907 gehörte er zudem zu den Mitunterzeichnern des Aufrufes zur Gründung der Österreichischen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten.[9]

Arthur Foges verstarb am 4. Oktober 1920 in Wien.

Foges Arthur: Todesanzeige, Neue Freie Presse, 6.10.1920, S. 12.

Quellen:

UAW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 134-0369, Foges Arthur (Nationalien Datum: 1890/91).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 177-100b, Foges Arthur (Rigorosum Datum: 1891).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 187-987, Foges Arthur (Promotion Datum: 24.6.1893).

Friedhofsdatenbank der IKG Wien, Foges Arthur.

Literatur:

Foges, Arthur: Casuistische Beiträge zur Klinik der Appendicitis simplex. Aus dem Rudolfinerhause in Wien-Döbling. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Wochenschrift. Wien: Verlag von Moritz Perles 1896.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Foges, Arthur: Schwangerschaftshypertrophie der Mamae und Nebenmammae. Aus dem Rudilfinerhaus in Wien. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Wochenschrift. Wien: Druck von Friedrich Jasper 1902.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Foges, Arthur: Atlas der rectalen Endoskopie nebst einer Einführung in die Technik der rectalen Endoskopie. Berlin, Wien: Urban & Schwarzenberg 1910.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 61344]

Foges, Arthur und Ortfried Otto Fellner: Physikalische Therapie der Erkrankungen der weiblichen Sexualorgane. (= Physikalische Therapie in Einzeldarstellungen/22) Stuttgart: Enke 1906.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 17918/22]

[1] Jahresbericht des Josefstädter Obergymnasiums, Wien 1888, S. 61

[2] Pester Loyd, 13.4.1894, S. 5.

[3] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 24, 1895, Sp. 1057-1059; Nr. 25, 1895, Sp. 1100-1102.

[4] Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), 3.8.1910, S. 4.

[5] Wiener klinische Wochenschrift, Nr. 14, 1898, S. 355.

[6] Illustriertes Wiener Tagblatt, 21.4.1907, S. 17.

[7] Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), 27.1.1914, S. 10.

[8] Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), 17.4.1905, S. 3.

[9] Illustrierts Wiener Extrablatt, 21.4.1907, S. 19.

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [368]: Nussbaum, Julius – Oberbezirksarzt in Wien

Nussbaum, Julius – Oberbezirksarzt in Wien

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 04.05-2026

Keywords: Städtischer Bezirksarzt, Medizingeschichte, Wien

Julius Nussbaum wurde als Sohn von Abraham Adolf Nussbaum und Rosi Therese, geborene Schrötter, am 2. September 1861 in Ungarisch-Ostrau in Mähren (heute: Uherský Ostroh/Tschechien) geboren. Er war mit Vilma (21.7.1863-) verheiratet.

Nussbaum studierte seit dem Wintersemester 1882/83 an der Universität Wien Medizin und promovierte am 27. März 1886 zum Doktor der gesamten Heilkunde.

Von 1886 bis 1891 war er als Sekundararzt 1. Klasse im Allgemeinen Krankenhaus in Wien tätig und zugleich Assistent am Ambulatorium für Elektrotherapie bei Professor Moritz Rosenthal (1832-1889). Zwischen 1886 und 1888 widmete er sich am I. Neurologischen Institut bei Professor Heinrich Obersteiner jun. (1847-1922) dem Studium des Nervensystems. In diesem Zusammenhang publizierte er die Arbeit „Ueber die wechselseitigen Beziehungen zwischen den centralen Ursprungsgebieten der Augenmuskelnerven“.

Anschließend schlug er die Beamtenlaufbahn eines städtischen Arztes in Wien ein. Im Jänner 1891 wurde er zum provisorischen dritten städtischen Arzt des 2. Bezirks, Leopoldstadt, in Wien ernannt,[1] 1892 erfolgte seine definitive Ernennung zum städtischen Arzt für den 3. Bezirk.[2] 1895 wurde er dem 9. Bezirk, Alsergrund, zugeteilt.[3] 1913 erfolgte seine Ernennung zum Bezirksarzt 1. Klasse (für Armenbehandlung und Totenbeschau),[4] 1914 jene zum Oberbezirksarzt. Er führte eine private Arztpraxis zunächst in Wien 2, Herminengasse 18, anschließend in Wien 9, Alserstraße 4, später in Wien 3, Landstraße Hauptstraße 33[5], danach Löwengasse 29, ab 1895 Wien 9, Lichtensteinstraße 17, ab 1898 Wien 9, Berggasse 17 und zuletzt in Wien 9, Porzellangasse 50.

Nussbaum engagierte sich in ärztlichen Standesorganisationen, insbesondere in der Wiener Ärztekammer, in der er 1898 zum Kammermitglied gewählt wurde,[6] sowie im Ärztlichen Verein im 9. Bezirk, wo er zunächst 1902 zunächst zum zweiten Obmann-Stellvertreter gewählt wurde[7] und die Funktion des Vereinsobmannes übernahm.

Julius Nussbaum verstarb am 23. Oktober 1927 in Wien.

Nussbaum Julius: Todesanzeige, Neue Freie Presse, 24.10.1927, S. 7.

Quellen:

UAW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 134-0190, Nussbaum Julius (Nationalien Datum: 1882/83).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 177-266b, Nussbaum Julius (Rigorosum Datum: 1883).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 186-1789, Nussbaum Julius (Promotion Datum: 27.3.1886).

Friedhofsdatenbank der IKG Wien, Nussbaum Julius.

Literatur:

Nussbaum, Julius: Ueber die wechselseitigen Beziehungen zwischen den centralen Ursprungsgebieten der Augenmuskelnerven. Aus dem Laboratorium von Prof. Obersteiner zu Wien. Sonderdruck aus: Medizinische Jahrbücher. Wien: Druck von Gottlieb Gistel & Comp. 1887.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

 

[1] Allgemeine Wiener Zeitung, 6.1.1891, S. 10.

[2] Wiener medizinische Zeitung, Nr. 15, 1902, Sp. 604.

[3] Die Presse, 10.11.1889, S. 15.

[4] Illustriertes Wiener Extrablatt, 29.6.1913, S. 4.

[5] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 37, 1892, Sp. 1450.

[6] Neues Wiener Journal, 10.2.1898, S. 4.

[7] Wiener klinische Wochenschrift, Nr. 6, 1902, S. 159.

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BBL:  49355 (04.05.2026)
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Letzte Aktualisierung: 2026.05.04

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [367]: Gottlieb, Leopold – Balneologe, Radiumtherapeut, ärztlicher Leiter der Radium-Kuranstalt in St. Joachimsthal, Oberbezirksarzt im Statthalterei-Department Böhmen

Gottlieb, Leopold – Balneologe, Radiumtherapeut, ärztlicher Leiter der Radium-Kuranstalt in St. Joachimsthal, Oberbezirksarzt im Statthalterei-Department Böhmen

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 14.04,2026

Keywords: Balneologe, Radiumtherapeut, Radium-Kuranstalt, Oberbezirksarzt, Medizingeschichte, Böhmen, St. Joachimsthal, Wien

Leopold Gottlieb wurde am 17. März 1852 in Kardas Recic in Böhmen (heute: Kardašova Řečice/Tschechien) als Sohn des Strohhändlers Gabriel Gottlieb (1809-1896) und Johanna (1812-1870), geborene Straus, geboren. Er war mit Caroline Fürth (1858-1932) verheiratet; aus dieser Ehe ging der Sohn Erich Gottlieb-Fürth hervor.

Nach dem Schulabschluss in Neuhaus (heute: Jindřichův Hradec/Tschechien) studierte er Medizin an der Universität Wien, wo er am 14. Juni 1878 promovierte. Anschließend war er bis 1886 als Arzt in Kardas Recic tätig. Im Jahr 1889 wurde er zum Bezirksarzt in Joachimsthal (heute: Jáchymov/Tschechien) ernannt. 1892 folgte seine Ernennung zum Sanitätsassistenten für den Sanitätsbezirk Joachimsthal,[1] 1894 zum landesfürstlichen Bezirksarzt[2] und 1910 schließlich zum Oberbezirksarzt.[3] 1895 hatte Gottlieb vom Minister des Inneren eine besondere Anerkennung für seine Verdienste bei der Abwehr der Cholera in Böhmen erhalten.[4] 1908 wurde ihm der Titel eines kaiserlichen Rates verliehen.[5]

Radium-Kuranstalt Joachimsthal

In Joachimsthal befasste sich Gottlieb mit der Erforschung und den Möglichkeiten der medizinischen Nutzung des Radiums, das 1898 von der Physikerin Marie Curie (1867-1934) gemeinsam mit Pierre Curie (1859-1906) im Joachimsthaler Uranerz entdeckten worden war und wofür beide 1903 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurden. Zunächst richtete er in einer Bäckerei eine provisorische Badeeinrichtung ein, in der er durch die Auslaugung von Abfallrückständen aus der Uranfabrik in Jáchymov Radium und Polonium gewonnen werden konnten. Die darauf gerichtete Aufmerksamkeit sowie die Messung der Radioaktivität erfolgten in Zusammenarbeit mit seinem Partner Josef Step (1863-1926), Oberbergrat und Leiter der Bergbau- und Hüttenverwaltung in Jáchymov.

Moderne illustrierte Zeitung für Reisen und Sport, Nr. 7, 1912, S. 17.

1906 erhielt Gottlieb vom Ackerbauministerium die Genehmigung zur Entnahme radioaktiven Grubenwassers aus dem Danielli-Stollen der Elias-Grube des Uranbergwerkes in Joachimsthal zur therapeutischen Nutzung in Radiumbädern.[6] 1907 berichtete er in der Zeitschrift „Illustriertes Bade-Blatt“ über „Die Wirkung und Anwendung der Joachimsthaler radioaktiven Grubenwässer“.[7]

1908 wurde die Radiumquelle provisorisch in Betrieb genommen, zugleich begann die Planung einer Badeanstalt für die dort angebotene Radiumtherapie sowie eines Kurhotels in Joachimsthal,[8] die 1910/11 fertiggestellt wurden. Ebenfalls 1910 veröffentlichte er die Studie „Die Joachimsthaler radioaktiven Wässer in der Therapie“.

Moderne illustrierte Zeitung für Reisen und Sport, Nr. 7, 1912, S. 29.

Die internationalen Kurgäste wie der britische König Edward VII (1841-1910) und der Schriftsteller Karl May (1842-1912) belegen die internationale Attraktivität des Kurortes.

Seit 1912 lebte er in Prag.

Leopold Gottlieb verstarb am 21. Juni 1916 in Aussig an der Elbe (heute: Ústí nad Labem/Tschechien).

Quellen:

UAW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 134-0096, Gottlieb Leopold (Nationalien Datum: 1874/75).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 177-109a, Gottlieb Leopold (Rigorosum Datum: 1875).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 186-793, Gottlieb Leopold (Promotion Datum: 14.6.1878).

Literatur:

Gottlieb, Leopold: Die Joachimsthaler radioaktiven Wässer in der Therapie. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Wochenschrift. Wien: Verlag von Moritz Perles, k. und k. Hofbuchhandlung 1910.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

[1] Prager Abendblatt, 26.8.1892, S. 3.

[2] Prager Abendblatt, 12.8.1894, S. 5.

[3] Teplitz-Schönauer Anzeiger, 21.12.1910, S. 13.

[4] Prager Tagblatt, 6.5.1895, S. 4.

[5] Deutsch-Englischer-Reise Courier, Nr. 2, 1908, S. 9.

[6] Neue Freie Presse, 8.4.1907, S. 8.

[7] Illustriertes Bade-Blatt

[8] Prager Tagblatt, 15.9.1908, S. 4.

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BBL:  49274 (14.04.2026)
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Letzte Aktualisierung: 2026.04.14

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [366]: Schlesinger, Hermann – Internist, Neurologe im Franz Josefs-Ambulatorium, Franz-Josefs-Spital und Allgemeinen Krankenhaus in Wien

Schlesinger, Hermann – Internist, Neurologe im Franz Josefs-Ambulatorium, Franz-Josefs-Spital und Allgemeinen Krankenhaus in Wien

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 09.04,2026

Keywords: Internist, Neurologe, Franz Josefs-Ambulatorium, Franz-Josefs-Spital, Allgemeines Krankenhaus Wien, Medizingeschichte, Wien

Hermann Schlesinger wurde am 2. Juni 1866 als Sohn von Max Jakob Marcus Schlesinger (1835-1919) und Katharina (zirka 1841-1907), geborene Weiss, in Pressburg in Ungarn (heute: Bratislava/Slowakei) geboren. 1899 heiratete er Bertha Angeline Pollack von Parnau (1877-1958). Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: Eva Helene (1900-1930), verheiratete Pollak, Friedrich (1904-1971) und Andrea (?).

Schlesinger absolvierte 1884 das k.k. Maximiliangymnasium[1] in Wien (9. Bezirk) und begann anschließend das Studium der Medizin an der Universität Wien, das er am 25. Jänner 1890 mit der Promotion abschloss. Nach Ableistung seines Militärdienstes wurde er im April 1890 zum militärärztlichen Eleven der Reserve beim Garnisonsspital Nr. 2 in Wien ernannt.[2] Danach führte er eine ärztliche Praxis in Wien 9, Alserstraße 4, und später in Wien 1, Ebendorferstraße 10.

Seine Ausbildung begann Schlesinger in weiterer Folge als Aspirant an der I. Psychiatrischen Klinik im Allgemeinen Krankenhaus in Wien bei Theodor Meynert (1833-1892). Noch im selben Jahr wechselte er als Assistent zu Hermann Nothnagel (1841-1905) an die I. Medizinische Klinik und wurde 1892 Sekundararzt bei Leopold Schrötter (1837-1908) an der III. Medizinischen Klinik. Zu seinen weiteren Lehrern zählten der Ophthalmologe Ernst Fuchs (1851-1930), der Dermatologe Moritz Kaposi (1837-1902) und Heinrich Obersteiner jun. am Neurologischen Institut, der maßgeblich sein Interesse an der Neurologie prägte.

Bereits früh trat Schlesinger mit zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten hervor. 1891 veröffentlichte er die Studie „Ueber einoge Symptome der Tetanie“, gefolgt von der 1892 herausgegebenen Arbeit an der dermatologischen Klinik „Beiträge zu den Sensibilitäts-Anomalien bei Lupus“. Am Ersten Öffentlichen Kinder-Krankeninstitut publizierte er gemeinsam mit August Hock (1865-1932) die Untersuchung „Blutuntersuchungen bei Kindern“. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten neurologische Erkrankungen des Rückenmarkes, insbesondere Syringomyelie, zu der er mehrere Studien vorlegte, die erstmals 1892 in der Monografie „Die Syringomyelie“ zusammengefasst wurden; eine zweite, erweiterte Auflage erschien 1902 unter denselben Titel. Mit dem „Aerztlichen Handbüchlein für hygienisch-diätetische, hydrotherapeutische, mechanische und andere Verordnungen“ veröffentlichte Schlesinger 1894 ein praxisorientiertes Werk, das bis in die 1920er Jahre wiederholt neu aufgelegt wurde und 1921 seine 12. Auflage erreichte.

Ab 1894 war Schlesinger als Assistent an der III. medizinischen Klinik tätig, wo er sich im Fach innere Medizin habilitierte und im Dezember 1895 als Privatdozent bestätigt wurde.[3] Im November 1902 wurde ihm als Privatdozent die Titularprofessur verliehen;[4] 1920 erfolgte seine Ernennung zum a.o. Professor an der Universität Wien.[5]

Franz Josefs-Ambulatorium und Franz-Josefs-Spital

Seit 1899 war er zunächst am Franz-Josefs-Ambulatorium (Mariahilfer Ambulatorium) tätig. In der Folge wirkte er als Primarius und wurde 1901 zum Vorstand der II., ab 1905 der III. Medizinischen Abteilung Franz-Josefs-Spitals bestellt. In diesem Umfeld entstanden mehrere klinische Arbeiten darunter „Hydrops hypostrophos – Ein Beitrag zur Lehre der acuten angioneurotischen Oedeme“, „Über Meningitis cerebrospinalis epidemica im höheren Lebensalter“, „Die Spitalsbehandlung der Lungentuberkulose“ sowie „Magenblutungen im Verlaufe des Typhus abdominalis“.

III. Medizinische Abteilung im Allgemeinen Krankenhaus Wien

Im Jahr 1908 kehrte er an das Allgemeine Krankenhaus zurück, wo er als Nachfolger von Professor Norbert Ortner (1865-1935) die Leitung der III. medizinischen Abteilung übernahm.[6]

Während des Ersten Weltkrieges veröffentlichte Schlesinger eine Reihe von Arbeiten, darunter „Über Sensibilitätsstörungen von spino-segmentalem Typus bei Hirnrindenläsionen nach Schädelschußverletzungen“, „Der klinische Verlauf der Tuberkulose bei Soldaten“ die zweibändige Monografie „Die Krankheiten des höheren Lebensalters“. „Erkrankungen des Nervensystems durch Nährschaden und Hunger“. Für seine Verdienste wurde ihm 1916 das Offiziersehrenzeichen vom Roten Kreuz mit der Kriegsdekoration verliehen.[7]

Während und nach dem Krieg widmete sich Schlesinger verstärkt der Tuberkulosebekämpfung. Seit 1919 gehörte gemeinsam mit Ludwig Teleky (1872-1957), Alfred Götzl (1873-1946), Franz Vollbracht (1870-1932) und Sigmund Tennenbaum (1857-1923) dem Vollzugsausschuss für Tuberkulosefürsorge an.[8]

Mitte der 1920er Jahre veröffentlichte er eine dreibändige Monografie unter dem Titel „Syphilis und innere Medizin“. Seine umfangreiche wissenschaftliche Produktion – sie umfasst mehr als 400 Publikationen – wird heute in der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin aufbewahrt. Nach seinem Tod ging zudem seine private Bibliothek als Nachlass an die Gesellschaft der Ärzte in Wien über.

Darüber hinaus war Schlesinger als Vortragender in Fortbildungskursen für praktische Ärzte sowie für die Krankenpflege sowohl am Franz Josefs-Spital als auch am Allgemeinen Krankenhaus engagiert. Er fungierte als Mitherausgabe des „Zentralblattes für die Grenzgebiete zwischen innerer Medizin und Chirurgie“ sowie des „Wiener Archivs für innere Medizin“ und war zudem als Bibliothekar des Ärztlichen Lesezimmers im Allgemeinen Krankenhaus in Wien tätig.[9]

Schlesinger trat auch als Initiator und Begleiter im Bereich des Krankenhausausbaues hervor. So war er am Ausbau des Franz-Josefs-Ambulatoriums, am 1906 erfolgten Bau des Kinderpavillons im Franz-Josefs-Spital sowie am Spital der Wiener Kaufmannschaft beteiligt. Während des Ersten Weltkrieges wirkte er maßgeblich an der Errichtung einer Heilanstalt für tuberkuloseerkrankte Soldaten im Anschluss an das Sanatorium in Pernitz im Wienerwald mit,[10] die im Juni 1916 eröffnet wurde.[11]

Seit 1890 war Schlesinger Mitglied der Gesellschaft der Ärzte in Wien. Darüber hinaus gehörte er der Gesellschaft für innere Medizin in Wien, dem Verein für Psychiatrie und Neurologie in Wien, der Gesellschaft für Neurologie in Moskau sowie der Gesellschaft deutscher Nervenärzte an. Er war korrespondierendes Mitglied der Societé de Neurologie de Paris und Ehrenmitglied der Gesellschaft der Ärzte in Athen. Zudem war er als Mitglied im Verein „Viribus unitis“ Hilfsverein für Lungenkranke aktiv.[12]

Gemeinsam mit Max Herz (1865-1956) war er 1892 Mitbegründer und Präsident des Wiener Medizinischen Clubs, aus dieser Vereinigung ging später die Gesellschaft für innere Medizin und Kinderheilkunde hervor. Schlesinger war Träger des Ottomanischen Mecidiye-Ordens;[13] 1919 wurde ihm der Titel eines Hofrates verliehen.

Neben seiner ärztlichen Tätigkeit publizierte Schlesinger regelmäßig in Tageszeitungen und äußerte sich dort zu medizinischen und gesundheitspolitischen Fragen. Darüber hinaus war Mitglied der Künstler- und Gesellschaftsvereinigung Schlaraffia.

Hermann Schlesinger verstarb am 29. März 1934 in Wien.

Schlesinger Hermann: Die Stunde, 31.3.1934, S. 3.

Nach seinem Tod erschien 1936 sein von Fritz Redlich (1910-2004) überarbeitetes Manuskript „Nährschäden des Nervensystems“.

Quellen:

Matriken der IKG Wien, Geburtsbuch 1866, Schlesinger Hermann.

Matriken der IKG Wien, Trauungsbuch 1899, Schlesinger Hermann, Pollak Bertha.

UAW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 134-0318, Schlesinger Hermann (Nationalien Datum: 1886/87).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 177-370b, Schlesinger Hermann (Rigorosum Datum: 1887).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 186-2762, Schlesinger Hermann (Promotion Datum: 25.1.1890).

Literatur:

Schlesinger, Hermann: Ueber einoge Symptome der Tetanie. Aus der medicinischen Klinik des Herrn Hofrath Prof. Nothnagel in Wien. Sonderdruck aus: Zeitschrift für klinische Medizin. Berlin: Gedruckt bei L. Schumacher 1891.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Schlesinger, Hermann: Beiträge zu den Sensibilitäts-Anomalien bei Lupus. Aus der dermatologischen Klinik des Herrn Prof. Kaposi in Wien. Sonderdruck aus: Deutsche Zeitschrift für Nervenheilkunde. Leipzig: Verlag von F.C.W. Vogel 1892.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Hock, August und Hermann Schlesinger: Blutuntersuchungen bei Kindern (vorläufige Mittheilung). Aus dem I. öffentlichen Kinderkrankeninstitut in Wien (Direktor: Prof. Kassowitz). Sonderdruck aus: Centralblatt für klinische Medicin. Leipzig: Druck und Verlag von Breitkopf und Härtel 1891.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Schlesinger, Hermann. Die Syringomyelie. Eine Monographie. Leipzig: Deuticke 1895.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 11080]

Schlesinger, Hermann: Die Syringomyelie. Eine Monographie. 2. vollst. umgearb. u. bedeut. verm. Aufl. Leipzig, Wien: Deuticke 1902.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 3027]

Schlesinger, Hermann: Aerztliches Handbüchlein für hygienisch-diätetische, hydrotherapeutische, mechanische und andere Verordnungen. Eine Ergänzung zu den Arzneivorschriften; für den Schreibtisch des praktischen Arztes. 5. Aufl. Frankfurt a.M.: Alt 1894.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Gesellschaft der Ärzte Bibliothek, Sign.: GÄ-20155]

Schlesinger, Hermann: Hydrops hypostrophos – Ein Beitrag zur Lehre der acuten angioneurotischen Oedeme. Aus dem Kaiser Franz Joseph-Ambulatorium in Wien. Sonderdruck aus: Münchener medicinische Wochenschrift. München: E. Mühlthaler’s kgl. Hof-Buchdruckerei 1899.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Schlesinger, Hermann: Über Meningitis cerebrospinalis epidemica im höheren Lebensalter. Aus dem k.k. Kaiser Franz Joseph-Spitale in Wien. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Wochenschrift. Wien: Verlag von Moritz Perles, k. und k. Hofbuchhandlung 1908.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Schlesinger, Hermann: Die Spitalsbehandlung der Lungentuberkulose. Aus der II. medizinischen Abteilung des k. k. Kaiser Franz Joseph-Spitales in Wien (Vorstand Prof. H. Schlesinger). Sonderdruck aus: Wiener medizinische Wochenschrift. Wien: Verlag von Moritz Perles k.u.k. Hofbuchhandlung 1904.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Schlesinger, Hermann: Magenblutungen im Verlaufe des Typhus abdominalis. Aus dem k.k. Kaiser Franz Josef-Spitale in Wien. Sonderdruck aus: Archiv für Verdauungskrankheiten mit Einschluss der Stoffwechselpathologie und der Diätetik. Berlin. Verlag von S. Karger 1908.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Schlesinger, Hermann: Über Sensibilitätsstörungen von spino-segmentalem Typus bei Hirnrindenläsionen nach Schädelschußverletzungen. Aus der III. medizinischen Abteilung des Prof. Dr. H. Schlesinger im k. k. Allgemeinen Krankenhause in Wien. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Wochenschrift. Wien: Verlag von Moritz Perles k.u.k. Hofbuchhandlung 1915.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Schlesinger, Hermann: Der klinische Verlauf der Tuberkulose bei Soldaten. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Wochenschrift. Wien: Gesellschafts-Buchdruckerei Brüder Hollinek 1917.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Schlesinger, Hermann: Die Krankheiten des höheren Lebensalters. Bande 1 und 2. Wien: Hölder 1914-1915.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Gesellschaft der Ärzte Bibliothek, Sign.: GÄ-18062]

Schlesinger, Hermann: Erkrankungen des Nervensystems durch Nährschaden und Hunger. Aus dem neurologischen Institut (Vorstand: Prof. O. Marburg) und der III. medizinischen Abteilung des allgemeinen Krankenhauses in Wien. Sonderdruck aus: Zeitschrift für die gesamte Neurologie und Psychiatrie. Leipzig: Druck der Spamerschen Buchdruckerei 1920.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Schlesinger, Hermann: Syphilis und innere Medizin. Band 1 bis 3. Wien: Springer 1925-1928.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Gesellschaft der Ärzte Bibliothek, Sign.: GÄ-21339]

Schlesinger, Hermann: Nährschäden des Nervensystems. Das Manuskript von Professor Hermann Schlesinger ist nach seinem Tode von Dr. Fritz Redlich in Wien überarbeitet worden. Sonderdruck aus: Handbuch der Neurologie. Berlin: Verlag von Julius Springer 1936.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

[1] Jahresbericht des k.k. Maximilian-Gymnasiums in Wien, Wien 1884, S. 38.

[2] Wiener Zeitung, 1.4.1890, S. 3.

[3] Neue Freie Presse, 20.12.1895 (Abend-Ausgabe), S. 1.

[4] Wiener Zeitung, 25.11.1902, S. 1.

[5] Medizinische Klinik, 29.1.1920, S. 4.

[6] Die Zeit, 5.5.1908, S. 3.

[7] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 22, 1916, Sp. 851.

[8] Arbeiter Zeitung, 10.12.1909, S. 5.

[9] Neue Freie Presse, 3.8.1894, S.

[10] Neue Freie Presse, 23.3.1916, S. 10.

[11] Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), 11.6.1916, S. 19.

[12] Neuigkeits-Welt-Blatt (Provinzausgabe), 5.6.1916, S. 11.

[13] Allgemeine Wiener medizinische Zeitung, 14.7.1914, S. 286.

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [365]: London, Benjamin – Kurarzt in Karlsbad sowie Direktor und Chefarzt des Mayer-Rothschild-Spitals in Jerusalem

London, Benjamin – Kurarzt in Karlsbad sowie Direktor und Chefarzt des Mayer-Rothschild-Spitals in Jerusalem

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 19.03,2026

Keywords: Kurarzt, Mayer-Rothschild-Spital, Rudolfs-Spital, Medizingeschichte, Wien, Jerusalem, Karlsbad

Benjamin (Berthold) London wurde am 28. Dezember 1840 als Sohn des Privatiers Lazar London (zirka 1812-1887) und Maria, geborene Reismann, in Ungvár in Ungarn (heute: Uschhorod/Ukraine) geboren. 1867 heiratete er in Wien die Wienerin Jenny (Eugenie) Grünhut (1842-1909), mit der er die Kinder Charlotte (1872-?), den Mediziner August London (-1903) sowie Elsa, verheiratete Kraus (1875-1920), und Malwine, verheiratete Block (1870-?), hatte.

London studierte ab dem Wintersemester 1862/63 an der Universität Wien Medizin und promovierte am 17. Februar 1865 zum Doktor der Medizin sowie am 19. Juni 1866 zum Doktor der Chirurgie. Er war Schüler von Joseph Skoda (1805-1881) an der Klinik für Innere Medizin. Nach seiner Promotion arbeitete er als Sekundararzt am k.k. Rudolfs-Spital in Wien.[1] 1865 veröffentlichte er die Arbeit „Fall von akuter gelber Leber-Atrophie“[2] und „Die Cholera und deren Vorbeugung. Für Laien dargestellt“. Anschließend leistete er seinen Militärdienst als Oberarzt und schließlich als Regimentsarzt im Garnisons-Spital in St. Chiara in Venedig ab. Im Oktober 1866 wurde er an das Garnisonspital in Laibach versetzt.[3]

Rothschild-Spital in Jerusalem

Im Herbst 1866 wurde London von der Familie Rothschild als Arzt an das Mayer-Rothschild-Krankenhaus in Jerusalem berufen, wo er später als Nachfolger von Bernhard Neumann (1819-1881) als Direktor und Chefarzt tätig war. 1870 erhielt er dafür das Ritterkreuz des Franz-Josefs-Ordens verliehen.[4] 1873 erschien von ihm der „Ärztlicher Bericht aus dem Freiherr von Rothschild-Hospitale in Jerusalem vom Jahre 1871“. Weitere Arbeiten aus seiner Jerusalemer Zeit waren u.a. „Ein Fall von Ulcus perforans ventriculi“.[5] 1875 publizierte er in der Oesterreichischen Monatsschrift für den Orient des Orientalischen Museums, darunter „Ueber die Sanitätszustände in der Levante“.[6] Zudem hielt er dort Vorträge, etwa „Ueber die Acclimatisation und Colonisation der Oesterreicher in der Levante“.[7]

Kur- und Badearzt in Karlsbad

Um 1874/75 verließ London Jerusalem und kehrte nach Wien zurück. Dort führte er eine private Arztpraxis zunächst in Wien 8, Schmiedgasse 3, und danach in der Gonzagagasse 3. Bereits seit 1871 war er in den Sommermonaten als Kurarzt in Karlsbad (heute: Karlovy Vary/Tschechien) tätig. Zu seinem Patientenkreis in Karlsbad zählten vor allem Angehörige des internationalen Hochadels, des Großbürgertums sowie wohlhabende Kurgäste aus Mittel- und Osteuropa, deren Aufenthalte in den jährlich publizierten Karlsbader Kurlisten verzeichnet sind. Zu seinen balneologischen und klinischen Arbeiten zählten u.a. „Über den Einfluss des koch- und glaubersalzhaltigen Mineralwassers auf einige Factoren des Stoffwechsels“, „Beitrag zur Therapie der Dysenterie“ sowie „Das Blasenepithel bei verschiedenen Füllungszuständen der Blase“.[8]

London war seit 1875 Mitglied der k. k. Geographischen Gesellschaft in Wien sowie des Wiener Doctoren-Collegiums. 1891 wurde er als korrespondierendes Mitglied in die königliche medizinische Gesellschaft in Lissabon aufgenommen.[9]

Er war Träger des königlich niederländischen goldenen Löwen-Ordens dritter Klasse,[10] des serbischen Takovo-Ordens,[11] des königlich spanischen Ordens Isabella der Katholischen[12] sowie des Offizierskreuzes vom Stern von Rumänien.[13]

Benjamin London starb am 5. Jänner 1914 in Frankfurt am Main.

London Berthold: Todesanzeige, Neue Freie Presse, 9.1.1914, S. 20.

Quellen:

Matriken der IKG Wien, Trauungsbuch 1867, London Benjamin, Grünhut Jenny.

UAW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 134-0007, London Benjamin (Nationalien Datum: 1862/63).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 170-149a, London Benjamin (Rigorosum Datum: 1864).

UAW, Sign. 181-1249, London Benjamin (Promotion Datum: 17.2.1865).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 182-45, London Benjamin (Promotion Datum/Chirurgie: 19.6.1866).

Literatur:

London, Benjamin: Über den Einfluß des koch- und glaubersalzhaltigen Mineralwassers auf einige Factoren des Stoffwechsels. Berlin: Schumacher o.J.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Neuburger Bibliothek, Sign.: 46913]

London, Benjamin: Beitrag zur Therapie der Dysenterie. Sonderdruck aus: Wiener medicinische Presse. Wien: 1877.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

[1] Curliste Karlsbad, 1903 (Anhang), S. 13.

[2] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 39, 1865, Sp. 697-699.

[3] Österreichischer Soldatenfreund, 24.10.1866, S. 8.

[4] Zeitschrift der k.k. Gesellschaft der Ärzte zu Wien, 1870, S. 440.

[5] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 49, 1868, S. 792-794.

[6] Wiener Zeitung, 19.5.1875, S. 720.

[7] Neue Freie Presse, 24.10.1875, S. 6.

[8] Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Veterinärkunde, Bd. 56 (Analecten), 1881, S. 90-91.

[9] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 3, 1891, S. 59.

[10] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 20, 1885, Sp. 651.

[11] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 13, 1886, Sp. 475.

[12] Wiener Zeitung, 11.7.1890, S. 7.

[13] Wiener klinische Wochenschrift, Nr. 20, 1891, S. 386.

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Letzte Aktualisierung: 2026.03.19

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [364]: Selig, Arthur – Herzspezialist, Balneologe, Kurarzt in Franzensbad

Selig, Arthur – Herzspezialist, Balneologe, Kurarzt in Franzensbad

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 16.03,2026

Keywords: Balneologe, Herzspezialist, Kurarzt, Prag, Franzensbad, Medizingeschichte

Arthur Selig wurde am 4. Februar 1873 als Sohn von Jakob Selig (1842-1895) und Malvine Selig (1850-1914), geborene Hock, in Prag geboren. 1911 heiratete er Ella Janowitz (1889-ermordet zirka 1944 KZ Auschwitz), mit der er die Tochter Erika Franz (1921-ermordet 5.11.1942 KZ Auschwitz) hatte.

Arthur Selig studierte an der Deutschen Universität in Prag Medizin und promovierte im Juli 1898.[1] Während seines Studiums engagierte er sich im Unterstützungsverein für mittellose israelitische Universitätshörer in Prag, dessen Vereinsausschuss er 1898 angehörte,[2] sowie in der Lese- und Redehalle der deutschen Studenten in Prag. Er war Mitglied des Vereins deutscher Ärzte in Prag.

Nach Abschluss seines Studiums arbeitete Selig zunächst als Assistent an der Universitätspoliklinik in Prag bei Jakob Singer (1853-1926). Anschließend war er an der Medizinischen Klinik bei Rudolf von Jaksch (1855-1947) tätig und wechselte danach zu Ludolf Krehl (1861-1937) an der Universität in Straßburg,[3] wo er sich zum Herzspezialisten ausbilden ließ. Aus dieser Zeit stammen seine Publikationen „Beitrag zur Kenntnis der Herzdilatation“ und „Blutdruckapparate und Blutdruckmessungen“.

Kurarzt in Franzensbad

Seit 1905 war Selig als Kurarzt in Franzensbad tätig und widmete sich dort vor allem der Behandlung von Herz- Kreislauferkrankungen.[4] In Franzensbad war er Mitglied des Ärztlichen Vereins Franzensbad. Vor dem Ersten Weltkrieg veröffentlichte er unter anderem die Arbeiten „Die physikalische Behandlung der chronischen Herzkrankheiten und die Einrichtungen Franzensbads“, „Sport und Herz“, „Ueber den Herzschmerz, „Der Einfluss hydriatischer Prozeduren auf die Herzgrösse“, „Über den Elastin-, Fett- und Kalkgehalt der Aorta“, „Röntgenuntersuchungen des Herzens im Kohlesäurebad“,[5]Zuckernahrung bei Herzkrankheiten“,[6] sowie „Ueber die Wirkung der Mistel (Viscum album) auf den Kreislauf[7].

1910 veröffentlichte er die Arbeit „Ein Blutdruckapparat für die Praxis“ aus dem Ambulatorium des Vereins „Kinderambulatorium und Kindergrippe“. Gemeinsam mit Egmont Münzer (1865-1924) verfasste er 1914 die Studie „Vaskuläre Hypertonie und Schrumpfniere“.

Nach dem Ersten Weltkrieg erschienen von ihm 1925 die Arbeit „Zur Pathophysiologie und Therapie der paroxysmalen Tachykardie[8] und 1926 „Zur Wirkung der Kohlensäurenbäder“.[9]

Arthur Selig verstarb am 11. August 1928 in Wien.

Selig Arthur: Todesanzeige, Prager Tagblatt, 15.8.1928, S. 13.

Quellen:

Register jüdischer Religionsgemeinschaften in tschechischen Regionen, Prag – Gläubigenregister, 1912, Sign. 2708, Folio 64.

Matriken der IKG Wien, Sterbebuch, 1928, Selig Arthur.

Literatur:

Selig, Arthur: Beitrag zur Kenntnis der Herzdilatation. Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien, Leipzig: Wilhelm Braumüller k.u.k. Hof- und Universitäts-Buchhändler 1905.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Selig, Arthur: Blutdruckapparate und Blutdruckmessungen. Aus der medizinischen Universitätsklinik Prof. R. v. Jaksch. Sonderdruck aus: Prager medizinische Wochenschrift. Prag. Selbstverlag 1906.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Selig: Arthur: Die physikalische Behandlung der chronischen Herzkrankheiten und die Einrichtungen Franzensbads. Sonderdruck aus: Prager medizinische Wochenschrift. Prag: Selbstverlag 1906.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Selig, Arthur: Sport und Herz. Sonderdruck aus: Medizinische Klinik. Berlin: Verlag von Urban & Schwarzenberg 1908.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Selig, Arthur: Ueber den Herzschmerz. Sonderdruck aus: Medizinische Klinik. Berlin: Verlag von Urban & Schwarzenberg 1909.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Selig, Arthur: Der Einfluss hydriatischer Prozeduren auf die Herzgrösse. Aus der hydratherapeutischen Anstalt der Universität Berlin (Leiter: Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Brieger). Sonderdruck aus: Berliner klinische Wochenschrift. Berlin: Verlag von August Hirschwald 1909.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Selig, Arthur: Über den Elastin-, Fett- und Kalkgehalt der Aorta. Aus dem medizinisch-chemischen Institut in Prag. Prof. Dr. R. v. Zeynek. Sonderdruck aus: Verhandlungen des Deutsche Kongresses für innere Medizin. Wiesbaden: Verlag von J.F. Bergmann 1910.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Selig, Arthur: Ein Blutdruckapparat für die Praxis. Aus dem Ambulatorium des Vereines „Kinderambulatorium und Kinderkrippe“ in Prag (Vorstand: Prof. Dr. Raudnitz). Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien: Wilhelm Braumüller k.u.k. Hof- und Universitäts-Buchhändler 1910.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Münzer, Egmont und Arthur Selig: Vaskuläre Hypertonie und Schrumpfniere. Gleichzeitig ein Beitrag zur Lehre von der vaskulären Hypertonie überhaupt. Sonderduck aus: Prager medizinische Wochenschrift. Prag: Selbstverlag 1914.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

[1] Prager Tagblatt, 17.7.1898, S. 4.

[2] Prager Tagblatt, 4.3.1898, S. 6.

[3] Egerer Anzeiger, 13.5.1905, S. 5.

[4] Egerer Anzeiger, 3.5.1905, S. 4.

[5] Medizinische Klinik, Nr. 18, 1910, S. 709-710.

[6] Medizinische Klinik, Nr. 29, 1911, S. 1115-1116.

[7] Medizinische Klinik, Nr. 24, 1912, S. 991-992.

[8] Wiener Archiv für innere Medizin, 1925, S. 603-608.

[9] Wiener Archiv für innere Medizin, 1926, S. 207-226.

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [363]: Szamek, Leo – Frauenarzt, stellvertretender Direktor am Frauenkranken-Institut „Charite“, NS-Verfolgter

Szamek, Leo – Frauenarzt, stellvertretender Direktor am Frauenkranken-Institut „Charite“, NS-Verfolgter

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 12.03,2026

Keywords: Frauenarzt, Gynäkologe, Frauenkranken-Institut „Charite“, Medizingeschichte, Wien, New York. NS-Verfolgter

Leo Michael Szamek wurde am 7. März 1884 in Wien als Sohn des Weinhändlers Michael Szamek (1855-1928) und Rosa Szamek (1853-1886), geborene Singer, geboren. 1912 heiratete er die aus Temesvár (heute: Timișoara/Rumänien) stammenden Barbara Boriska Stein. Aus der Ehe ging die Tochter Alice Rosa (1913-1987), verheiratete Babb, hervor. 1932 wurde die Ehe geschieden.

Szamek begann im Wintersemester 1902/03 mit dem Studium der Medizin an der Universität Wien und promovierte am 1. Juni 1908 zum Doktor der gesamten Heilkunde. Danach arbeitete er als Assistent an der Kuranstalt Gutenbrunn bei Baden in Niederösterreich.[1] Vor dem Ersten Weltkrieg führte er eine private Arztpraxis an mehreren Standorten in Wien (Wien 9, Hörlgasse 10, Wien 1, Sterngasse 1, Wien 9, Bleichergasse 18, Wien 1, Elisabethstraße 1).

Schiffsarzt auf der „Silesia“ und „Bregenz“

Im Dienst des Österreichischen Lloyd unternahm er als Schiffsarzt zwischen April 1909 und Mai 1910 zwei Reisen mit den Dampfern „Silesia“ und „Bregenz“ nach Bombay (Indien).

Im Mai 1914 erfolgte seine Ernennung zum Oberarzt der Reserve.[2] Während des Ersten Weltkrieges war er einer Krankenhaltungsstation an der nordöstlichen Front zugeteilt. 1916 erhielt er eine Anerkennung für „vorzügliche und aufopferungsvolle Dienstleistung“[3] und wurde noch im selben Jahr zum Regimentsarzt befördert.[4] 1917 wurde ihm das Offiziersehrenzeichen vom Roten Kreuz mit der Kriegsdekoration verliehen.[5]

Nach seiner Rückkehr aus dem Kriegsdienst nahm er seine Tätigkeit als praktischer Arzt in Wien 2, Praterstraße 33, wieder auf;[6] im September 1919 verlegte er seine Ordination nach Praterstraße 40.[7] Seit 1920 war Szamek Mitglied der Gesellschaft der Ärzte in Wien.[8]

Frauenkranken-Institut „Charite“

Von 1926 bis zum März 1938 fungierte Szamak neben dem Direktor Josef Weinreb (1877-1942) als stellvertretender ärztlicher Direktor am Frauenkranken-Institut „Charite“ in Wien 2, Zirkusgasse 5a. An dieser Einrichtung arbeiteten u.a. auch Hugo Fasal (1873-1941), Klara Kohn-Liebmann (1896-1994), Koloman Freuder (1883-1946) und der frühere Präsident der Charite, Isidor Fischer (1868-1943), ehrenamtlich mit. Darüber hinaus hielt Szamak Vorträge zu frauenärztlichen Themen, unter anderem vor der Reichsorganisation der Hausfrauen Österreichs (ROhÖ).[9]

Publizistische Arbeiten

In den 1920er Jahren veröffentlichte Szamek mehrere wissenschaftliche Arbeiten, die im Umfeld des Bettina-Stiftungs-Pavillons unter dem Vorstand des Gynäkologen Wilhelm Latzko (1863-1945) sowie dessen Mitarbeiter, dem Dozenten Josef Schiffmann (1879-1944), entstanden. Gemeinsam mit Schiffmann publizierte er 1925 die Studien „Zur Kenntnis und Genese entzündlich-eitriger Veränderungen der Niere nach Ureter-Scheidenfisteln“ und „Ein hypernephroides Sarkom im kleinen Becken“. 1928 erschien seine Arbeit „Über Endometrium in der Tube“.

Konzertsänger, Schriftsteller und Conférencier

Neben seiner ärztlichen Tätigkeit trat Szamak nach dem Ersten Weltkrieg auch als Konzertsänger auf, unter anderem im Wiener Konzerthaus, wo er beispielsweise 1921 eigene Konzertabende veranstaltete.[10] Er war Mitglied und Sänger im Rossauer Männergesangsverein[11] und vertonte 1928 den vom Vizepräsidenten der Charite, Bruno Jahoda (1880-?), verfassten Liedertexte zum „Neuen Naturfreundelied“.[12]

Darüber hinaus wirkte Szamek im Wiener Schriftstellerverein „Die Scholle“, der von dem Schriftsteller und Journalist Hans Margulies (1889-1960) gegründet worden war, als Gesangskünstler und Conférencier bei literarisch-musikalischen Veranstaltungen mit. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg verfasste er ein Bühnenmanuskript, das er in der Zeitschrift “Der Floh“ veröffentlichte.[13] 1902 schrieb er anlässlich der Allgemeinen Ärzteversammlung vom 13. Dezember 1902 die satirische Dichtung „Frei nach Heinrich Heine: Die Hungrigen und die Satten“,[14] 1909 den Beitrag „Zum Schülerkonzert einer Klavierschule“.[15]

Nach dem „Anschluss“ Österreichs im März 1938 wurde Szamek aufgrund seiner jüdischen Herkunft von den Nationalsozialisten verfolgt. Er verlor seine berufliche Stellung und flüchtete 1938 nach Großbritannien und arbeitete während des Krieges in Bombay (Indien) im British Medical Corps.[16]

Im August 1946 heiratete er in Bombay die in Wien geborene und ebenfalls vor den Nationalsozialisten geflohene Anna Emilia Henriette Marstaler (1898-1982). Im Jänner 1949 emigrierte das Ehepaar über Southampton in England mit der Queen Mary in die USA. Zunächst ließen sie sich in Green Springs in Ohio, später in New York nieder. Nach Ablegung der erforderlichen Prüfungen und der Zulassung zum Arztberuf arbeitete Szamek am Brunswick Hospital in Amityville sowie am Lakeside Memorial Hospital. Daneben eröffnete er eine private Fachpraxis für Gynäkologie. 1954 erwarb er die US-Staatsbürgerschaft.

In den USA war er Mitglied der Suffolk County Medical Society, der Medical Society of the State of New York und der American Medical Association.

Leo Szamek starb am 5. März 1967 in Amityville, Suffolk County, New York.

Quellen:

Matriken der IKG Wien, Geburtsbuch 1908, Szamek Leo.

UAW, Med. Fakultät, Nationalien/Studienkataloge, Sign. 134-0582, Szamek Leo (Nationalien Datum: 1902/03).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 196-0703, Szamek Leo (Rigorosum Datum: 18.5.1908).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 190-0771, Szamek Leo (Promotion Datum: 1.6.1908).

United States, Social Security Death Index, Leo Szamek, März 1967; (= U.S. Social Security Administration, Death Master File.

Ohio, Naturalization Records, 1848-1951, Anna Emilia Henriette Szamek, Leo Michael Szamek, 8. März 1950.

United States, Census, 1950, Leo Szamek and Anne Szamek, 10. April 1950.

New York, County Naturalization Records, 1791-1980, Leo M Szamek, 1954.

United States, Deceased Physician File (AMA), 1864-1968, Leo Michael Szamek, 5. März 1967.

New York State Journal of Medicine, 15.6.1967, S. 1786 (Nachruf).

Literatur:

Josef, Schiffmann und Leo Szamek: Zur Kenntnis und Genese entzündlich-eitriger Veränderungen der Niere nach Ureter-Scheidenfisteln. Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien: Manz’sche Buchdruckerei 1925.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Schiffmann, Josef und Leo Szamek: Ein hypernephroides Sarkom im kleinen Becken. Sonderdruck aus: Archiv für Gynäkologie. Leipzig: Druck der Spammerschen Buchdruckerei 1925.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Szamek, Leo: Über Endometrium in der Tube. Aus dem Bettina-Stiftungspavillon in Wien (Vorstand: Prof. Dr. Latzko). Sonderdruck aus: Zentralblatt für Gynäkologie. Leipzig: Verlag von Johann Ambrosius Barth 1928.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek

[1] Medizinische Klinik, 21.3.1909, S. 2.

[2] Allgemeine Wiener medizinische Zeitung, 12.5.1914, S. 196.

[3] Fremdenblatt, 18.2.1916, S. 3.

[4] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 52, 1916, Sp. 1999.

[5] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 33, 1917, Sp. 1449.

[6] Neues Wiener Journal, 1.12.1918, S. 9.

[7] Neues Wiener Journal, 29.9.1919, S. 12.

[8] Wiener klinische Wochenschrift, Nr. 12, 1920, S. 260.

[9] Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), 12.1.1935, S. 10.

[10] Neue Freie Presse, 20.2.1921.

[11] Wiener Morgenzeitung, 3.3.1922, S. 4.

[12] Der Naturfreund, Wien, 1928, S. 45.

[13] Der Floh, Nr. 7, 1908, S. 4; Nr. 24, 1908, S. 3-6; Nr. 25, 1908, S. 3.

[14] Der Floh, Nr. 50, 1902, S. 5.

[15] Der Floh, Nr. 15, 1909, S. 2-3.

[16] Indian trade journal, 15.4.1943, S. 292.

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