Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [375]: Zuckerkandl-Langer, Helene Wally – Biologin, NS-Verfolgte

Zuckerkandl-Langer, Helene Wally – Biologin, NS-Verfolgte

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 08.07.2026

Keywords: Biologin, Militärspital, Medizingeschichte, Prag, Knittelfeld, NS-Verfolgte

Helene Wally Zuckerkandl-Langer wurde am 14. Juli 1888 als Tochter des Unternehmers Maximilian Nothmann (1843-1894) und Clara Nothmann (1867-1939), geborene Stoll, in Petrópolis im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro geboren. Nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 1894 übersiedelte ihre Mutter mit ihren Kindern nach Deutschland, während Helene zu ihrer Cousine Therese Zuckerkandl (1862-1942) und deren Ehemann, dem Juristen und Wirtschaftswissenschafter Robert Zuckerkandl (1856-1926) nach Prag kam und von ihnen adoptiert wurde. Robert Zuckerkandl war ein Bruder der Mediziner Emil Zuckerkandl (1849-1910) und Otto Zuckerkandl (1861-1921).

Nach der Matura im Jahr 1908 in Prag begann sie an der Deutschen Universität in Prag ein naturwissenschaftliches Studium mit den Schwerpunkten Pflanzenphysiologie und physikalische Chemie. 1912 promovierte sie im Fach Biologie. Im selben Jahr veröffentlichte sie die am Pflanzenphysiologischen Institut der Deutschen Universität in Prag entstandene Arbeit „Die Wirkung der Narkotica auf die Plasmastörung“.[1] Im Sommersemester 1913 setzte sie ihre Studien bei dem Botaniker Ernst Stahl (1848-1919) an der Universität Jena fort. Im August 1916 heiratete sie in Prag den Juristen und Techniker Wilhelm Viktor Gustav Langer (1887-1973). Aus der Ehe gingen die drei Kinder Emma (1919-1999), Herta (1921-1990) und Gerhard Lange (1923-2016) hervor.

Während des Ersten Weltkrieges war Helene Zuckerkandl-Langer zunächst als Krankenschwester in Prag und anschließend als Bakteriologin im bakteriologischen Lobor des k.u.k. Spitals in Knittelfeld tätig. 1917 veröffentlichte sie die Arbeit „Ueber den Einfluß von Metallsalzen auf die Diastase in lebenden Pflanzanzellen“ sowie gemeinsam mit Arnold Baumgarten (1879-1939) die Studien „Ueber den Zuckergehalt der gebräuchlichen Nährböden und dessen Bedeutung für die Differentialdiagnose der Paratyphusbazillen“ und „Über elektive Choleranährböden“. Bereits 1916 hatte sie gemeinsam mit Baumgarten am Wissenschaftlichen Abend der Militärärzte der k.u.k. Armee (Feldpost 510) teilgenommen.[2]

Sie war Mitglied der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft war Helene Zuckerkandl-Langer nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 in Deutschland zunehmend der Verfolgung ausgesetzt. Sie blieb in Deutschland, um ihre kranke Adoptivmutter Therese Zuckerkandl zu betreuen, zumal ihre Ehe mit einem nichtjüdischen Partner zunächst einen gewissen Schutz gewährte. Nach den Novemberpogromen vom 9. und 10. November 1938 wurde sie kurzeitig verhaftet. Der Schutz, den ihr ihre brasilianische Staatsbürgerschaft, die sie seit ihrer Geburt besaß, zunächst gewährte, entfiel nach der Kriegserklärung Brasiliens an Deutschland im Jahr 1942.

Am 14. Juni 1944 erhielt sie von der Gestapo den Bescheid über ihre bevorstehende Deportation. Zwei Tage später, am 16. Juni 1944, beging sie im Jenaer Mühltal Suizid. Zum Gedenken an Helene Zuckerkandl-Langer wurde am 7. Mai 2008 in Jena vor ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Weinbergstraße 4a ein Stolperstein verlegt.

Quelle:

Jüdische Lebenswege in Jena. Erinnerungen, Fragmente, Spuren, Bd.18, Jena 2015, S .309-311.

Stolpersteine-Jena: Dr. Helene Wally Langer.

Find a grave: Helene Langer.

Literatur:

Zuckerkandl-Langer, Helene Wally: Ueber den Einfluß von Metallsalzen auf die Diastase in lebenden Pflanzanzellen. Aus dem bakteriologischen Laboratorium des k.u.k. Spitales Knittelfeld (Spitalskommandant Oberstabsarzt Prof. Dr. Arnold Wittek). Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien: Druck von Bruno Bartelt 1917.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Baumgarten, Arnold und Helene Wally Zuckerkandl-Langer: Ueber den Zuckergehalt der gebräuchlichen Nährböden und dessen Bedeutung für die Differentialdiagnose der Paratyphusbazillen. Sonderdruck aus: Wiener klinische Wochenschrift. Wien, Leipzig: Wilhelm Braumüller k.u.k. Hof- und Universitäts-Buchhändler 1917.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Baumgarten, Arnold und Helene Wally Zuckerkandl-Langer: Über elektive Choleranährböden. Aus dem bakteriologischen Laboratorium des k. u. k. Spitales Knittelfeld (Spitalskommandant Oberst.-Arzt Prof. Dr. Arnold Wittek). Sonderdruck aus: Zeitschrift für Hygiene und Infektionskrankheiten. Leipzig: Verlag von Veit & Comp. 1917.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

[1] Biochemische Zeitschrift, Bd. 45, 1912, S. 412-451.

[2] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr. 12, 1917, Sp. 584.

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Letzte Aktualisierung: 2026.07.08

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Aus den medizinhistorischen Beständen der Ub MedUni Wien [374]: Welponer, Egidio – Gynäkologe, Assistenzarzt an der III. geburtshilflichen Klinik im Allgemeinen Krankenhaus in Wien, Gründer des Sanatorio Triestino in Triest

Welponer, Egidio – Gynäkologe, Assistenzarzt an der III. geburtshilflichen Klinik im Allgemeinen Krankenhaus in Wien, Gründer des Sanatorio Triestino in Triest

Autor: Dr. Walter Mentzel

Published online: 06.07.2026

Keywords: Gynäkologe, Hebammen-Klinik, III. geburtshilflichen Klinik, Allgemeinen Krankenhaus Wien, Sanatorio Triestino, Medizingeschichte, Wien, Triest

Egidio (Egid) Welponer wurde am 26. November 1848 in Triest im österreichischen Küstenland (heute: Italien) geboren. Er war mit Laura Braun von Fernwald (1857-), einer Tochter des Gynäkologen Carl Braun von Fernwald (1822-1891), Professors an der I. Geburtshilflichen Klinik des Allgemeinen Krankenhaus in Wien und Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Wien, verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor.

Welponer studierte an der Universität Wien Medizin und promovierte am 2. Juli 1873. Anschließend leistete er als Reserve-Oberarzt seinen Militärdienst ab,[1] und eröffnete in Wien 9, Alserstraße 4, eine Privatpraxis. Nach seiner Promotion trat Welponer in die von Gustav August Braun (1829–1911), dem jüngeren Bruder Carl Braun von Fernwalds, geleitete Hebammenklinik des Allgemeinen Krankenhauses in Wien ein. Nach deren Umbenennung in die III. Geburtshilfliche Klinik war er dort seit etwa 1875 bis zu seiner Berufung nach Triest im April 1881 als Assistent von Braun tätig. Während dieser Zeit veröffentlichte er mehrere wissenschaftlicher Arbeiten, darunter „Beitrag zur Schatz’schen Umwandlung von Gesichtslage zu Hinterhauptslage durch äussere Handgriffe“, „Klinischer Bericht der geburtshilflichen Klinik des Prof. Gustav Braun für das Jahr 1874“, „Ueber die Anwendung der Induktions-Elektrizität zur Einleitung der künstlichen Frühgeburt“, „Zur Pilocarpinfrage bezüglich der Einleitung der künstlichen Frühgeburt“ sowie „Exstirpation beider Ovarien wegen Hystero-Epilepsie. Heilung“.[2] Neben seiner Tätigkeit an der Klinik hielt er Vorträge vor dem Unterstützungsverein für Hebammen.

Hebammen-Lehranstalt in Triest

Im Jahr 1896 gründete er gemeinsam mit dem aus Triest stammenden Chirurgen Theodor Escher das 1897 eröffnete Sanatorio Triestino, eine angesehene Privatklinik für Chirurgie und Gynäkologie. Von 1905 bis 1908 stand er als Präsident der Associazione Medica Triestina an der Spitze der Triester Ärzteschaft.

Im April 1881 wurde Welponer zum Professor der Geburtshilfe an der Hebammen-Lehranstalt in Triest ernannt;[3] seit 1892 gehörte er dem Landes-Sanitätsrat des österreichischen Küstenlandes an.[4]

Welponer wirkte an der Herausgabe des „Centralblatt für die gesammte Therapie“ mit und war Mitglied des Triester Zweigvereins der k.k. Gesellschaft zur Erforschung und Bekämpfung der Krebskrankheiten.[5] 1906 wurde ihm der Titel eines Regierungsrates verliehen.[6]

Egidio Welponer verstarb am 19. Juli 1933 in Triest.

Quellen:

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 177-428a, Welponer Egid (Rigorosum Datum: 1872).

UAW, Rektorat, Med. Fakultät, Rigorosen- und Promotionsprotokolle, Sign. 182-44, Welponer Egid (Promotion Datum: 2.7.1873).

Literatur:

Welponer, Egidio: Beitrag zur Schatz’schen Umwandlung von Gesichtslage zu Hinterhauptslage durch äussere Handgriffe. Sonderdruck aus: Archiv für Gynäkologie. Berlin: Verlag von August Hirschwald 1877.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Welponer, Egidio: Klinischer Bericht der geburtshilflichen Klinik des Prof. Gustav Braun für das Jahr 1874. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Presse. Wien: Verlag von Urban & Schwarzenberg 1877.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Welponer, Egidio: Ueber die Anwendung der Induktions-Elektrizität zur Einleitung der künstlichen Frühgeburt. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Presse. Wien: Verlag von Urban & Schwarzenberg 1878.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

Welponer, Egidio: Zur Pilocarpinfrage bezüglich der Einleitung der künstlichen Frühgeburt. Sonderdruck aus: Wiener medizinische Wochenschrift. Wien: bei L.W. Seidl & Sohn 1878.

[Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin/Separata Bibliothek]

[1] Der Militärarzt, Nr. 18, 1873, Sp. 140.

[2] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr.30, 1879, Sp.803-806.

[3] Wiener Zeitung, 13.4.1881, S. 8.

[4] Rundschau. Wochenschrift für die Interessen der Pharmazie, Chemie, Hygiene und der verwandten Fächer, 1892, S. 434.

[5] Wiener medizinische Wochenschrift, Nr.28, 1914, Sp. 1610.

[6] Wiener Zeitung, 4.9.1906, S. 1.

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Letzte Aktualisierung: 2026.07.06

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FAQ Open Access

FAQ Open Access auf der Website der Ub MedUni Wien

Die FAQ‐Seite zum Thema Open Access ist besonders nützlich, weil sie verständlich wichtige Begriffe, Konzepte und Regeln rund ums Open Access‐Publizieren erklärt – von der Grundidee über Publikationsmodelle bis hin zu rechtlichen und technischen Aspekten. Sie hilft Autor:innen dabei, schnell Orientierung zu bekommen, z. B. welche OA-Modelle es gibt, wie Lizenzen funktionieren oder was Begriffe wie Preprint/Postprint bedeuten. Gleichzeitig wird erklärt, wie OA an der MedUni Wien umgesetzt wird.

https://ub.meduniwien.ac.at/services/open-access-publizieren/faq-open-access/

Letzter Zugriff: 30.06.2026
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Neuerwerbungen: Juli 2026

Der Bestand der Bibliothek wird durch zahlreiche interessante Neuerwerbungen laufend erweitert. Stöbern Sie in unserer virtuellen Buchausstellung, lesen Sie die eBooks. Ein Großteil der neu erworbenen Literatur wird in der Buchausstellung im Lesesaal präsentiert. Diese Bücher können Sie vormerken und nach der Ausstellung ausleihen.
[en]  Interesting new acquisitions expand our library’s collection. Browse through our virtual book exhibition and read the eBooks! Most of the books are presented in the book exhibition in the reading room, where they can be reserved and borrowed after the exhibition.

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Scientific Writing Hacks: JoVE: Information Literacy: Misinformation & Source Credibility

Hack #87: JoVE: Video zum Thema Information Literacy:
Misinformation & Source Credibility
Auch wenn Online-Quellen vertrauenswürdig wirken, sollten sie stets kritisch geprüft werden, indem insbesonders Publikationsort, Autor:innen, Peer-Review-Verfahren und belegte Quellen berücksichtigt werden, da nur so die Nutzung schwacher oder irreführender Informationen in wissenschaftlichen Arbeiten vermieden werden kann.

JoVE: Video: https://www.jove.com/v/41464/misinformation-source-credibility

JoVE ist ein wissenschaftliches Journal mit Peer Review, das auf Video aufgezeichnete Experimente aus den Life Sciences publiziert (Video-Streaming-Portal). Zusätzlich zu den Videos sind auch die Anleitungen und Methoden zur Durchführung der Experimente als PDF verfügbar. Ziel ist es, die Reproduzierbarkeit und die Transparenz bei Experimenten zu verbessern.Die JoVE-Artikel, sind in allen relevanten Datenbanken (inklusive PubMed/MEDLINE, SciFinder, Scopus, Chemabstract und Web of Science) indiziert.

Letzter Zugriff: 30.06.2026
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Gastautor Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig: URSPRUNG

URSPRUNG …
Gastautor Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig

… des Lebens: rein terrestrisch?

‚Darwins kleiner warmer Tümpel‘, die sagenhafte ‚Ursuppe‚ (Oparin/Haldane, Miller-Urey Experiment), Geysire und hydrothermale Brüter (black smoker) sowie synthetische Abiogenese werden von den ‚terrestrischen‘ Ursprungs-Befürwortern ins Treffen geführt.

 

Nein. Dies Ansicht wurde ad absurdum geführt – meint Fred Hoyle (1) und – „das Leben kommt aus dem All“. ‚Dormancy in a prebiotic world‘ (2), jedoch gewürzt mit lebenspendenden Komponenten kosmischen Ursprungs, wie etwa verschiedenen kurzkettigen, ‚lebensrelevanten‘ Molekülen, Peptiden, Nukleobasen etc., vor Allem aber gelöst im Lebens-Elixier Wasser all der ’schmutzigen Schneebälle‘ – der Kometen (aus Kuipergürtel, Oort-scher Wolke etc.).

Demnach wäre es im Grunde müßig nach außerirdischem Leben zu suchen, denn dieser Planet ist so sehr mit ALL- em ‚universal‘ verbunden (pars pro toto), dass er sich nicht einmal in spekulativ-theoretischen Konstrukten herauslösen ließe aus den kosmischen Szenarios.
Die ‚Kränkungen‘ eines eingebildeten, nur scheinbar privilegierten Homo sapiens sind schlicht als fehlgeleitete Emotionen zu werten – sine ira et studio – inklusive neulich halluzinierter sogenannter ‚digitaler‘ Kränkung. Zugegeben, die Geister die er rief, wird er zwar nicht los, der gute Meister, aber vor Dingen (res) sich zu fürchten, ist peinlich und nicht im Sinne des Erfinders.

Die Furcht vor „technisch überlegenen, feindlichen Außerirdischen“ , samt einer „Preisgabe des Standortes Erde – ein taktischer Fehler“ etwa an die womöglich super-intelligenten Bewohner des Exo-Planeten Gliese 832c (16 Lichtjahre (!) Entfernung  – „Intelligenzfalle“ – (sic..)) , und vor „mysteriösen Objekten“ wie zum Beispiel dem interstellaren Kometen 3I/ATLAS am 17. 12. 2025, welcher im Abstand von 223 Millionen Meilen friedlich an der Erde vorbeizog, diese Furcht erinnert an sogenanntes ‚Schwurbeln‘ (Neusprech) – nomina sunt odiosa, auch wenn verschiedene Urheber oben zitierter Phantasmen (welt)berühmte Namen tragen.

Die Durchdringung von ‚Mann und Maus‘ samt Materie durch Neutronenstrahlung ist ein besonders eindrucksvolles Beispiel von universaler Verquickung. Dieses Bombardement wird jedoch ignoriert bis vergessen. Völlig frei von Nebenwirkungen ist diese Strahlung jedoch nicht: ‚Rückstoßprotonen‘ im lebenden Gewebe samt diskreter thermischer Effekte und Strahlen-Schäden in Stahl (Kristallgitter, Versprödung, wie zum Beispiel in Reaktor-Kesseln) könnten sich à la longue bemerkbar machen – on dit.. Evidence?

Die Frage, ob ‚Diseases from Space‘ (3) in Science Fiction-Bibliotheken einzuordnen wären, wurde mit JA (’not evidence based‘) beantwortet – allerdings sollten diverse Raumfahrt-Risken im Zusammenhang mit dieser Thematik nicht bagatellisiert werden:

  • “Microgravity, radiation and psychological stress collectively perturb immune balance, affecting everything from T-cell activation to mitochondrial metabolism, microbial shifts, linked to altered immune signaling (4).
  • Space flight-associated neuro-ocular syndrome (SANS): unilateral and bilateral optic disc edema, globe flattening, choroidal and retinal folds, hyperopic refractive error shifts, and nerve fiber layer infarcts (i.e., cotton wool spots)“ (5).
  • Microgravity, radiation, and alternobaric factors (6).
  • Spaceflight-associated dry eye syndrome (SADES), radiation-induced accelerated atherosclerosis (RIAA) (7,8).
  • Decreased bone mineral density in the upper extremities and increases risk of fracture, especially upon return to gravitational environments (9).
  • Space radiation and microgravity pose potential threats to ovarian reserve and uterine function (10).
  • Microgravity affects brain structure and function (11).
  • Major concerns for space travel are galactic cosmic ray (GCR) risks of cancer and circulatory diseases (12).
  • Hippocampal volumetric changes (13).

Mehrfach wird die kosmische Strahlung in diesen Texten hervorgehoben – mit Recht, doch nun soll der Weltraumschrott (space debris) erwähnt werden:
… one of the fastest growing threats: over 36,000 tracked objects larger than 10 cm at speeds ~ 28,000 km/h – serious collision risks to International Space Station“ (14).

Von Asteroiden ‚mitgebrachte‘ Vorstufen des Lebens (Beweis z.B. Mikrofossilien) gibt es nicht nur am Heimatplaneten, dem vorkopernikanischen Zentrum (?) des Kosmos – siehe Kants kopernikanische Wende. Hier kommt der Zufall ins Spiel: alles ist möglich, jedoch mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:1040 000 (1), im Klartext – geht gegen Null – konkret: ein Laplace’scher Dämon (aus der Vor-AI-Ära) hätte folgendermaßen formuliert: „Nach all dem, was ich weiß, (er weiß alles) entstand das Leben nicht durch Zufall. Roma locuta – causa finita.“

 Epilog:
„Am Anfang war das Wort“ (Joh 1,1) – besser: ‚Gedanke, Idee, Konzept‘, frei nach Pinchas Lapide – ein ewig und überALL gültiges Konzept – von Makro- bis Mikrokosmos.

Mikrofossilien: “putative fossilized microorganisms that are at least 3,770 million and possibly 4,280 million years old in ferruginous sedimentary rocks, interpreted as seafloor-hydrothermal vent-related precipitates“ (15).

res: Ding, Sache, Gegenstand. Plural von res lautet res (Nomen), Vernunft – los.

ens a se: Unabhängigkeit (sufficientia), absolut im Creator, durch Teilnahme im Geschöpf, ontologisch im fernen Osten: tat tvam asi (Atman/Brahman – aus der Vedanta).

Phantasma: Trugbild, Hirngespinst

Logos: λόγος – Prae-Existenz (vor Beginn der Schöpfung)

 

Literatur:
1 Hoyle F, Wickramasinghe NC (1981): Evolution aus dem All. Über den Ursprung des irdischen Lebens.
Verlag Ullstein.

2 Webster KD et al (2025): Dormancy in the origin, evolution and persistence of life on Earth.
Proc Biol Sci;292(2038):20242035.
DOI: 10.1098/rspb.2024.2035

3 Hoyle F, Wickramasinghe NC (1980): Diseases from Space.
Verlag Harper and Row.

4 Winer DA et al (2026): Astroimmunology: the effects of spaceflight and its associated stressors on the immune system.
Nat Rev Immunol 26, 189–212.
DOI: 10.1038/s41577-025-01226-6

5 Lee AG et al (2018): Space flight-associated neuro-ocular syndrome (SANS).
Eye (Lond); 32(7):1164-1167.
DOI: 10.1038/s41433-018-0070-y

6 King SA (2024): Spaceflight Environment.
Emerg Med Clin North Am;42(3):695-709.
DOI: 10.1016/j.emc.2024.02.023

7 Ong J et al (2025): The ocular surface during spaceflight: Post-mission symptom report, extraterrestrial risks, and in-flight therapeutics.
Life Sci Space Res (Amst);46:169-186.
DOI: 10.1016/j.lssr.2025.05.005

8 Lee R et al (2025): Advanced ocular drug delivery in microgravity: Nanotherapeutic applications as cardiovascular and ophthalmic countermeasures.
Nanomedicine. 2025 Aug;68:102845.
DOI: 10.1016/j.nano.2025.102845

9 Fiedler B et al (2024): Impact of Spaceflight on Upper Extremity Orthopedic Health.
Aerosp Med Hum Perform;95(10):777-783.
DOI: 10.3357/AMHP.6482.2024

10 Marin L et al (2025): Beyond Earth, Beyond Time: Preserving Female Fertility in Space Missions.
J Clin Med;14(17):5975.
DOI: 10.3390/jcm14175975

11 Wuyts FL et al (2025): Brains in space: impact of microgravity and cosmic radiation on the CNS during space exploration.
Nat Rev Neurosci;26(6):354-371.
DOI:   10.1038/s41583-025-00923-4

12 Cucinotta FA (2024): Non-targeted effects and space radiation risks for astronauts on multiple International Space Station and lunar missions.
Life Sci Space Res (Amst). 40:166-175.
DOI: 10.1016/j.lssr.2023.08.003

13 Batool S et al (2025): Hippocampal Volumetric Changes in Astronauts Following a Mission in the International Space Station. NeuroSci;6(3):70.
DOI: 10.3390/neurosci6030070

14 Glanze P (2025): Space Debris and Orbital Pollution: Rising Space Junk Threats and Collision Risks Around Earth.
The Science Times, Section Space.

15 Dodd et al (2017): Evidence for early life in Earth’s oldest hydrothermal vent precipitates.
Nature. 2017;543(7643):60-64.
DOI: 10.1038/nature21377

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Gender: beyond
Interest: no conflict
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Interessenkonflikt:
Der Autor erklärt, dass bei der Erstellung
des Beitrags kein Interessenkonflikt im
Sinne der Empfehlung des
International Committee of Medical
Journal Editors bestand.

Korrespondenzadresse:
Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heilig
Augenheilkunde und Optometrie
peter.heilig@meduniwien.ac.at
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Fundiertes Wissen zu Diagnose, Therapie und PräventionEssstörungen wie Anorexie, Bulimie oder Binge-Eating sind längst keine Randerscheinungen mehr, sondern betreffen Menschen jeden Alters und Geschlechts – oft unbemerkt von ihrem Umfeld.Dieses Buch bietet einen fundierten und praxisnahen Überblick über die unterschiedlichen Ausprägungen krankhaften Essverhaltens. Es richtet sich an Betroffene, Angehörige sowie Fachpersonal und vermittelt verständlich:verschiedene Formen von EssstörungenRisikofaktoren und ErklärungsmodelleWarnsignale und diagnostische VerfahrenTherapieansätze und Strategien zur VorbeugungBasierend auf jahrzehntelanger klinischer Erfahrung und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen beleuchtet Univ.-Prof. Dr. med. Andreas Karwautz von der MedUni Wien die Herausforderungen im Umgang mit Essstörungen und zeigt Wege zu ihrer Überwindung auf. Ein Ratgeber für alle, die sich fundiert mit dem Thema Essstörungen auseinandersetzen wollen.“

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